(Geboren 1933 als Marvin Leroy Schmoker, gestorben 2008 als Zekial Marko)

Marvin Leroy Schmoker kam in Salinas, Nordkalifornien, zur Welt und wuchs an der Seite seines ein Jahr älteren Bruders in San Francisco auf, wo er in den 50er-Jahren mit den Autoren der Beat Generation verkehrte. In dieser Zeit änderte er seinen Geburtsnamen und hiess fortan offiziell Zekial Marko. Er arbeitete als Bartender, ehe er sich dem Schreiben von Krimis und Fernsehdrehbüchern (‚The Rockford Files‘, ‚Kolchak the Night Stalker‘, ‚Mission: Impossible‘ und ‚Toma‘) zuwandte. Seine Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit zwang ihn dazu, seine schriftstellerische Laufbahn mit Mitte vierzig zu beenden.

Zekial Marko war dreimal verheiratet. Seine letzten Jahre verbrachte er in tiefer Armut in Centralia, Washington State, wo er 74-jährig einer Lungenkrankheit erlag. Er hinterliess seine drei Kinder, unter ihnen die 1982 geborene bildende Künstlerin Belle Marko, und seinen Bruder, den 2010 verstorbenen Maler und Schriftsteller Kenn Davis.

Zwei seiner sieben mit John Trinian gezeichneten Krimis wurden erfolgreich verfilmt: ‚The Big Grab‘ 1963 unter dem Titel ‚Mélodie en sous-sol‘ durch Henri Verneuil mit Jean Gabin und Alain Delon, ‚Scratch a Thief‘ 1965 unter dem Titel ‚Once a Thief‘ durch Ralph Nelson mit Alain Delon, Ann-Magret und Jack Palance. Dies sind auch seine einzigen ins Deutsche übertragenen Romane.

Die Caper Novel ‚Lautlos wie die Nacht‘ (‚The Big Grab‘) erzählt die Geschichte des gealterten, auf bewaffneten Raubüberfall spezialisierten Gangsters Karl Heisler aus San Francisco, der nach vierzehn Jahren Knast ein letztes Mal gross absahnen möchte, um an der Seite seiner loyalen Frau Edna und seinem retardierten elfjährigen Sohn „Little Karl“ ein sorgenfreies Leben zu führen. Zusammen mit seinem ehemaligen Zellenkumpel Frank Toschi, einem smarten, hartgesottenen Burschen um die dreissig, und Franks Schwager Louis Goodwin als Fahrer überfällt er nach perfekter Planung das illegale, höchst einträgliche Spielcasino „Skyline House, das der Mafia gehört. Pech nur, dass innerhalb der Mafia gerade jetzt ein mörderischer Machtkampf tobt.

‚Millionenraub in San Francisco‘ (‚Scratch a Thief‘) ist das bessere – mit interessanteren Figuren bevölkerte – Buch. Der ungarisch-amerikanische Doppelbürger Bela Edward „Eddie“ Pedak ist nach dem frühen Tod der Mutter bei seinem deutlich älteren Bruder und Ersatzvater Walter aufgewachsen. Unter dessen Anleitung verübte er bereits als Teenager seine ersten Einbrüche. Seine Glücksträhne riss, als er dem Cop Mihaly „Mike“ Vido ungewollt einen Bauchschuss verpasste. Nach fünf Jahren Haft wieder auf freiem Fuss, heiratete er die ebenfalls ungarisch-stämmige Katherine, wurde wenig später Vater einer Tochter und war in handwerklichen Berufen tätig. Den Kontakt mit seinem Bruder brach er ab. Sorge bereitet ihm vor allem noch sein rachsüchtiger Gegenspieler Lieutenant Mike Vido, der immer wieder dafür sorgt, dass er seine Jobs nach einigen Monaten verliert. Als Eddie wieder einmal auf der Strasse steht, gelingt es Walter mit einem hundsgemeinen Trick, ihn zur Teilnahme an einem „narrensicheren“ Millionen-Ding zu bewegen. Der Coup gelingt, die Beute gerät in Eddies Hände – doch dann wird seine Tochter entführt.

Bibliografie:

‚A Game of Flesh‘ (1959), ‚The Big Grab‘ (auch unter dem Titel ‚Any Number Can Win‘) – ‚Lautlos wie die Nacht‘ (1960), ‚North Beach Girl‘ (1960), ‚The Savage Breast‘ (1961), ‚Scratch a Thief‘ (auch unter dem Titel ‚Once a Thief‘) – ‚Millionenraub in San Francisco (1961), ‚House of Evil‘ (1962), ‚Scandal of the Sand‘ (1964).