(*1930; schreibt auch als Jacob Wittenbourg)

Friedhelm Werremeier, geboren und aufgewachsen in der Ruhrstadt Witten, war nach seiner Ausbildung zum Journalisten, die er in Aachen und Düsseldorf absolvierte, für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (‚Stern’, ‚Quick’) als Gerichts- und Polizeireporter tätig, ehe er zum Schreiben von Kriminalistik-Fachbüchern, True-Crime-Büchern, Fernsehskripts und schliesslich von Kriminalromanen kam. Zusammen mit seiner Frau Inge übersetzte er mehrere Bücher desgrossen amerikanischen Krimiautors Joseph Wambaugh ins Deutsche.

Werremeier ist der Erfinder von Hauptkommissars Paul Theodor Trimmel, dem Leiter der Hamburger Mordkommission. Trimmel („deutscher Maigret“), ein dickfelliger, bärbeissiger, bei Bedarf auch rabiater Ermittler, Spezialist für delikate Verhöre und pointierte Zeugenaussagen vor Gericht und versierter Kenner der menschlichen Psyche, ermittelt in zwölf zeitkritischen Kriminalromanen (die ersten beiden Titel sind ursprünglich unter dem Pseudonym Hacob Wittenbourg erschienen) und etlichen Erzählungen, in denen brisante Themen der 60er- und 70er-Jahre wie Giftmüllskandal, Wirtschaftskriminalität und Mauscheleien in der deutschen Bundesliga auf intelligente Weise behandelt werden.

2009 erweckte Werremeier seinen inzwischen pensionierten Polizisten in ‚Trimmels letzter Fall’ nach 27 Jahren (!) noch einmal zum Leben – ein trauriges Comeback, denn gleich zu Beginn der etwas wirren Story wird Trimmels Lebensgefährtin Gaby ermordet.

Friedhelm Werremeier ist seit vielen Jahren verwitwet und Vater eines erwachsenen Sohnes. Er lebt im ländlichen Ort Bad Bevensen, Niedersachsen.

Bibliografie:                                                                   

Kriminalhauptkommissar Paul Trimmel-Serie: ‚Ich verkaufe mich exclusiv‘ (1968), ‚Taxi nach Leipzig‘ (1970), ‚Der Richter in Weiss‘ (1971), ‚Ohne Landeerlaubnis‘ (1971), ‚Ein EKG für Trimmel‘ (1972), ‚Platzverweis für Trimmel‘ (1972), ‚Trimmel macht ein Fass auf‘ (1973), ‚Trimmel und der Tulpendieb‘ (1974), ‚Hände hoch, Herr Trimmel‘ (1976), ‚Trimmel hält ein Plädoyer‘ (1976), ‚Trimmel und Isolde‘ (1980), ‚Trimmel und das Finanzamt‘ (1982), ‚Trimmels letzter Fall’ (2009).