(Pseudonym für Stephen R. Donaldson, *1947)

Geboren in Cleveland, Ohio, wuchs Stephen R. Donaldson ab 1950 in Indien auf, wo sein Vater als Missionar Leprakranken half. Nach seiner Rückkehr in die USA 1963 ging er ans College of Wooster in Ohio und schloss in Englischer Literatur ab. Während des Vietnamkrieges arbeitete er als Dienstverweigerer in einem Krankenhaus. 1971 machte er seinen Magister an der Kent State University. Sein Promotionsstudium brach er vorzeitig ab, um sich in New Jersey ganz dem Schreiben zu widmen. 1993 wurde er dann doch noch zum Doktor der Literatur promoviert.

Nachdem Donaldson bereits als Fantasy-Autor auf sich aufmerksam gemacht hatte (Thomas Convenant-Serie), veröffentlichte er von 1980 bis 2001 vier Krimis, die so genannte Man Who…-Serie. Die ersten drei Bände waren mit dem Pseudonym Reed Stephens gezeichnet, der vierte Band mit bürgerlichem Namen. Der erste Titel ‚Der Mann der seinen Bruder tötete‘ liegt auch auf Deutsch vor. Im Mittelpunkt der düsteren Geschichte steht der Privatdetektiv Mick ‚Brew‘ Axbrewder aus der fiktiven Grossstadt Puerta del Sol, der vor fünf Jahren im Alkoholrausch ungewollt einen Cop erschossen hat – seinen jüngeren Bruder Rick; und der seither ohne Lizenz der hart gesottenen Privatdetektivin Ginny Fistoulari zur Hand geht, wenn er nicht gerade sturzbetrunken in den Altstadtlokalen rumhängt. Doch dann ist Ricks 13-jährige Tochter Alathea spurlos verschwunden, und Brew kommt zu seinem schwierigsten Fall.

Stephen Donaldson lebt heute in Albuquerque, New Mexico, und arbeitet vorrangig an seiner Thomas Convenant-Reihe. Nach deren Abschluss soll mindestens ein weiterer Man Who…-Krimi folgen.

Bibliografie:

Man Who…-Serie: ‚The Man Who Killed his Brother‘ – ‚Der Mann der seinen Bruder tötete‘ (1980), ‚The Man Who Risked his Partner‘ (1984), ‚The Man Who Tried to Get Away‘ (1990), ‚The Man Who Faught Alone‘ (2001).