(*1959)

Geboren auf der Karibikinsel Jamaika zog Victor Headley mit zwölf Jahren nach London, wo er nach Abschluss der Schule als Marktverkäufer, Krankenhauskurier, Songwriter und Journalist arbeitete.  Zu Beginn der 90er-Jahre verbüsste er wegen Drogendelikten ein paar Monate in einem jamaikanischen Gefängnis, bis er mangels Beweisen freigelassen wurde, nach London zurückkehrte und sich vorrangig dem Verfassen von Drehbüchern und Krimis widmete. Um die Jahrtausendwende liess er sich für einige Jahre in Pointe Noir, Republik Kongo, nieder, heute lebt er wieder in London.

Headleys faszinierende, durch originelle Gestalten bevölkerte YaRDiE-Trilogie ist in der ersten Hälfte der 90er-Jahre entstanden – der erste, bekannteste Band in einer jamaikanischen Gefängniszelle. Der Begriff „Yardie“ steht für afro-karibische – hauptsächlich aus Jamaika stammende – Gangster, die ihr Unwesen im englischen Drogenmilieu treiben.

Headleys „Yardie“ ist der clevere und abgebrühte Gettokämpfer D. aus Kingston, der mit gefälschten Papieren und einem Kilo erstklassigem Kokain in den Londoner Stadtteil Brixton geht, um dort endlich im grossen Stile abzusahnen. Er legt seine Gang aufs Kreuz, taucht mit dem Stoff unter, spinnt Fäden – und baut in kürzester Zeit ein höchst erfolgreiches Drogenimperium auf. Schon bald aber heften sich nicht nur die alten (um das Kokain geprellten) Kumpel, sondern auch die Londoner Polizei und die lokale Konkurrenz auf seine Fersen.

In den nachfolgenden Bänden der YaRDiE-Trilogie ‚Excess‘ und ‚Yush!‘ kämpft D. mit allen Mitteln darum, seine Vormachtstellung im Londoner Drogengeschäft zu behaupten.

Bibliografie:
YaRDiE-Trilogie: ‚Yardie‘ – ‚Yardie‘ (1992), ‚Excess‘ – ‚Excess‘ (1993), ‚Yush‘ – ‚Yush!‘ (1994);                                                                                                       ‚Fetish‘ (1995), ‚Here Comes the Bride‘ (1996), ‚Off Duty‘ (2001), ‚Seven Seals‘ (2002).