(1932-2016)

David M. Pierce kam in Montreal zur Welt. Er arbeitete unter anderem als Möbelhändler, Zeitungsreporter, Lastwagenchauffeur, Schauspieler und Barkeeper sowie als Textschreiber für die Rockmusiker Alice Cooper, Chad & Jeremy und John Entwistle. Nachdem er einige Jahre in London und Los Angeles verbracht hatte, wurde er in Paris sesshaft und begann zu schreiben.

Pierces Hauptfigur in sechs Romanen und zwei Geschichtensammlungen ist der zwei Meter lange „Discount-Detektiv“ Vic Daniel aus Los Angeles – sein Büro liegt am schäbigen Ende des Hollywood Boulevard, sein Stundensatz ist niedrig. Der coole Hawaiihemdenträger und Besitzer eines Nash Metropolitan erledigt vorzugsweise kleine, alltägliche Ermittlungsaufträge (pro Roman jeweils mehrere), die praktisch ohne Blutfluss und Gewalt ablaufen, und wird hierbei von der punkigen Teilzeitsekretärin und Möchtegern-Poetin Sara Silvetti sowie dem milchgesichtigen Gelegenheitsgauner Benny the Boy unterstützt. Die Serie lebt von schrägem Witz, dem originellen Personal und spritzigen Dialogen.

David M. Pierce, genannt „Big Dave“ oder „Big D“, starb im Januar 2016 in Paris, nachdem er etliche Jahre zuvor einen schweren Hirnschlag erlitten hatte.

Bibliografie:
Vic Daniel-Serie: ‚Down in the Valley‘ – ‚Down in the Valley‘ (1989), ‚Roses Love Sunshine‘ – ‚Rosen lieben Sonne‘ (1989), ‚Hear the Wind Blow‘ – ‚Hear the Wind blow‘ (1989), ‚Angels in Heaven‘ – ‚Angels in Heaven‘ (1992), ‚Write Me a Letter‘ – ‚Schreib mal wieder‘ (1993), ‚Plane Common Sense‘ (Stories, 1993), ‚As She Rides By‘ – ‚Lob der Treue‘ (1996), ‚P.I. to the Stars‘ (Stories, 1996).