(Pseudonym für John Desmond Currie und Elizabeth Warner)

Über die britischen Autoren John Desmond Currie und Elizabeth Warner, die in den 60er-Jahren unter dem Pseudonym Douglas Warner fünf harte, schnörkellose Thriller („Death of“-Serie) sowie den Sciencefiction-Roman ‚Death on a Warm Wind‘ (‚Sturm des Verderbens‘, 1968) verfasst haben, sind keine biografischen Daten verfügbar.

Ihr bekanntestes Buch ist ‚Tod eines Greifers‘, die Geschichte der Gebrüder Lane (gemeint sind die legendären Zwillinge Ronnie und Reggie Kray), die Anfang der 60er-Jahre die Londoner Unterwelt beherrschen. Als die Leiche des jungen Polizisten Philip Raven aus der Themse gefischt wird, bekommt es die Lane-Bande mit dem härtesten Bullen der East Side zu tun: Mit Paul Raven, dem Vater des Ermordeten.

Warners erster Krimi ‚Polizeispitzel x 2‘ schildert das Duell zwischen dem gefürchteten Londoner Cop Detective Inspector Aloysius Johnnoe, genannt der Gorilla, und dem ultrabrutalen, völlig unscheinbaren Gangsterboss Leon Bighi, alias Leon the Big, der London mit seinen raffinierten Banküberfällen seit acht Jahren in Atem hält. Doch diesmal erhält Johnnoe einen heissen Tipp von seinem besten Spitzel Jim Ruskin. Der Einbruch gelingt trotzdem, die Bande entlarvt Ruskin und foltert ihn zu Tode – die beiden Gegenspieler wissen jetzt voneinander. Leon schlägt als erster zu, haut Johnnoe in die Pfanne, indem er ihm Bestechungsgeld unterschiebt, worauf dieser von Dienst suspendiert und verhaftet wird. Detective Sergeant Simon Lewis, ein harter Hund, der für Johnneau durchs Feuer gehen würde, und Jims Bruder Charlie, ein Automechaniker mit krimineller Vergangenheit und ausgezeichneten Kontakten, halten dagegen, allerdings nicht gemeinsam und mit ganz unterschiedlichen Absichten – ein Dreifrontenkrieg bahnt sich an.

‚Tod eines leichten Mädchens‘ erzählt von der dramatischen Jagd auf den Massenmörder Edgar Horncastle, der in London reihenweise Huren schlachtet und der Polizei, angeführt von Chefinspektor David Wyndham, immer wieder um Haaresbreite entwischt, bis er schliesslich von der hasserfüllten Prostituierten Linda Ward zur Strecke gebracht wird.

‚Tod eines Träumers‘ dreht sich um den jungen Scotland-Yard-Beamten Harry Harris vom Londoner Rauschgiftdezernat. Als Harris zu seinem grossen Entsetzen feststellt, dass der von ihm verehrte Chief Superintendent Robert Mills auf der Lohnliste des grössten britischen Drogenhändlers (genannt der grosse Mann) steht, glaubt ihm dies kein Mensch, er muss den Polizeidienst quittieren. Doch Harris gelingt es auf eigene Faust, in den Rauschgiftring einzubrechen, und sich auf die Fersen des grossen Mannes zu heften – ein Selbstmordunternehmen.

Bibliografie:

„Death of“-Serie: ‚Death of a Snout‘ – ‚Polizeispitzel x 2‘ (1961), ‚Death of a Bogey‘ – ‚Tod eines Greifers‘ (1962), ‚Death of a Tom‘ – ‚Tod eines leichten Mädchens‘ (1963), ‚Death of a Dreamer‘ – ‚Tod eines Träumers‘ (1964), ‚Death of a Nude‘ – ‚Die tote Venus‘ (1964).