(*1946)

Geboren in Brooklyn, ausgebildet an der dortigen Erasmus Hall Highschool und der New York University, arbeitete Joseph Koenig nach dem Collegeabschluss zwanzig Jahre als Gerichtsreporter in unzähligen nordamerikanischen Städten und Regionen, bevor er zwischen 1987 und 1993 vier Krimis veröffentlichte und 2004 den Holocaust-Roman ‚Osud‘ folgen liess. Nach langer Pause kehrte er 2012 mit dem autobiografisch gefärbten, in den 50-Jahren spielenden Spannungsroman ‚False Negative‘ zurück, in dem der junge True Crime-Reporter Adam Jordan aus Atlantic City in eine Serie von Morden an Schönheitsköniginnen verwickelt wird. Joseph Koenig lebt in Manhattan.

Koenigs weitaus bekanntester Krimi ist ‚Little Odessa‘, die verwickelte mit witzigen Szenen aufgelockerte Geschichte der attraktiven russisch-stämmigen Jüdin Kate Piro, die als kleines Mädchen mit ihren Eltern nach New York kam, seither in Little Odessa, Brooklyn, lebt und sich ihr Brot als Bauchtänzerin in einem arabischen Restaurant und als Oben-ohne-Tänzerin in einem Lokal an der Times Sqaure verdient. Als sie einem zudringlichen nigerianischen UNO-Beamten eine Flasche über den Kopf zieht, gerät sie in die Bredouille. Dann lernt sie den korrupten Cop Stan Bucyk kennen, der ihr – nicht ganz uneigennützig – aus der Patsche hilft. Kurz danach kommt Kates Liebhaber Nathan gewaltsam ums Leben, Kates Boss, der zwielichtige jüdische Restaurantbesitzer Ormont, landet in einem israelischen Gefängnis – und die sympathische, wenn auch arg blauäugige Heldin wird immer tiefer in eine lebensgefährlichen Intrige hineingezogen.

Bibliografie:

‚Floater‘ – ‚Die Wasserleiche‘ (1986), ‚Little Odessa‘ – ‚Little Odessa‘ (1988), ‚Smuggler’s Notch‘ (1989), ‚Brides of Blood‘ (1993), ‚False Negative‘ (2012).