(1875-1956; schrieb auch als E. Clerihew)

Edmund C. Bentley kam im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush zur Welt und ging an die Londoner  St. Paul’s School. Dort lernte er den späteren Krimiautor G.K. Chesterton kennen, mit dem ihn dann eine lebenslange Freundschaft verband. Nach seinem Jurastudium am Merton College, Oxford, kehrte Bentley nach London zurück, um hauptberuflich als Journalist für die Tageszeitungen ‚Daily News‘ und ‚Daily Telegraph‘ zu arbeiten und in seiner Freizeit Romane und vierzeilige Verse zu verfassen. Von 1936 bis 1949 war er Präsident der illustren Vereinigung ‚Detection Club‘. Er starb 80-jährig in seiner Geburtsstadt und hinterliess einen Sohn, den bekannten, 1978 gestorbenen Illustrator Nicolas.

‚Trents letzter Fall‘ ist Bentleys bekanntestes Prosawerk. Die leichtfüssige, heitere, mit einer hübschen Liebesgeschichte abgerundete , dreimal verfilmte Geschichte dreht sich um den jungen Maler und Journalisten Philip Trent, der im Auftrag einer Londoner Zeitung den Mord an dem millionenschweren amerikanischen Geschäftsmann Sigsbee Manderson untersucht – und dabei dermassen schlechte Figur macht (der wahre Täter erklärt ihm schliesslich die Hintergründe des Verbrechens!), dass er schwört, dies sei sein erster und letzter Kriminalfall gewesen. Dennoch ist Trent (im Original) in den 30er-Jahren zu weiteren Auftritten als Detektiv gekommen.

Darüber hinaus machte sich der politisch links stehende Autor einen Namen als Erfinder von scherzhaften, pseudobiografischen Vierzeilern (genannt „clerihew“) über britische Persönlichkeiten. Die dreiteilige Sammlung ist unter dem Kürzel E. Clerihew erschienen. Im Jahr 1940 veröffentlichte er seine Autobiografie ‚Those Days‘.

Bibliografie:

Philip Trent-Serie: ‚Trent’s Last Case‘ (auch unter dem Titel ‚The Woman in Black‘) – ‚Trents letzter Fall‘ (auch unter dem Titel ‚Der Sprung durchs Fenster‘, 1913), ‚Trent’s Own Case‘ (gemeinsam mit H. Warner Allen, 1936), ‚Trent Intervenes‘ (Stories, 1938).