(*1943; schreibt auch als David Cray)

Stephen Solomita wurde im New Yorker Stadtteil Queens als Sohn eines Verkäufers von Autozubehör und einer Gebrauchsgrafikerin geboren und wuchs dort mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Schon in der Schulzeit veröffentlichte er Essays und Stories im Literaturmagazin der Bayside Highschool und in anderen Periodika. Sein Literaturstudium am Queens College beendete er ohne Abschluss. Daraufhin verrichtete er Gelegenheitsjobs, unter anderem im väterlichen Geschäft, und verfasste weitere Kurzgeschichten. Von 1983 bis 1987 schob er harte 12-Stunden-Schichten als Taxifahrer in New York City. Dabei schloss er Freundschaft mit zahlreichen Cops und sammelte wertvolles Rohmaterial für seine Prosa, ehe er freier Autor wurde und 1988 seinen ersten Stanley Moodrow-Krimi ‚Katanos‘ veröffentlichte.

Stanley Moodrow, ein riesenhafter, Furcht erregender Mann in seinen Fünfzigern, ein legendenumwobener Ermittler, der die Lower East Side von Manhattan kennt wie seine eigene Westentasche, hat eine 35-jährige (meist partnerlose) Zeit als Cop beim NYPD hinter sich, als er am Schluss des zweiten Romans ‚Crack‘ seine Marke abgibt und im Nachfolgeband ‚Push‘ als Privatermittler anfängt.

‚Push‘ handelt von gewissenlosen Grundstückspekulanten, die kein Mittel scheuen, langjährige Mieter aus den Wohnungen zu vertreiben, um sich den Weg für ihre (Millionenprofite versprechenden) Geschäfte freizuschaufeln. Ihren Plänen scheint nichts mehr im Wege zu stehen, bis Stanley Moodrow von seiner neuen Geliebten, der Bürgerrechtsanwältin Betty Haruka, gebeten wird, der Sache nachzugehen. Unterstützt durch seinen besten Freund, den jungen NYPD-Detective Jim Tilley, dem er seinerzeit die Polizeiarbeit beigebracht hat, greift Moodrow mit gesunder Härte durch und bringt den Immobilienhaien das Fürchten bei.

In ‚Räche sich wer kann‘, dem letzten Teil der sechsteiligen Moodrow-Saga, bekommt es der nunmehr kurz vor seinem 60. Geburtstag stehende, noch immer mit Betty Haruka liierte Ermittler mit dem psychopathischen Serienmörder Jilly Sappone zu tun, der nach vierzehn Jahren völlig überraschend aus dem Gefängnis entassen wird – und sich nun (protegiert durch das FBI?) an denen rächt, die ihn hinter Gitter gebracht hatten.

Von Solomitas sechs unter dem Pseudonym David Cray erschienenen Büchern (unter ihnen zwei Romane um Detective Julia Brennan vom NYPD) ist einzig das Einzelwerk ‚Die Klientin‘ ins Deutsche übersetzt worden.

Solomita war zweimal verheiratet – die erste Ehe endete durch Scheidung, die zweite durch den Tod seiner Frau – und hat einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe. Er lebt in der New Yorker Lower East Side.

Bibliografie:

Stanley Moodrow-Serie: ‚A Twist of the Knife‘ – ‚Katanos‘ (1988), ‚Force of Nature‘ – ‚Crack‘ (1989), ‚Forced Entry‘ – ‚Push‘ (1990), ‚Bad to the Bone‘ – ‚Pur‘ (1991), ‚A Piece of Action‘ (1992), ‚Damaged Goods‘ – ‚Räche sich wer kann‘ (1996);

Standalones: ‚A Good Day to Die‘ (1993), ‚Last Chance for Glory‘ (1994), ‚Trick Me Twice‘ (1998), ‚No Control‘ (1999), ‚Monkey in the Middle‘ (2008), ‚Cracker Bling‘ (2009), ‚Mercy Killing‘ (2010), ‚Angel Face‘ (2011), ‚Dancer in the Flames‘ (2012), ‚The Striver‘ (2015).

Als David Cray: ‚Keeplock‘ (1995), ‚Bad Lawyer‘ – ‚Die Klientin‘ (2001), ‚Partners‘ (2004), ‚Dead is Forever‘ (2005);

Julia Brennan-Romane: ‚Little Girl Blue‘ (2001), ‚What you Wish for‘ (2002).