(Kürzel für Reginald Bernard John Gadney, *1941; schreibt auch als R.J. Gadney)

Geboren in Cross Hills, Yorkshire, während der Luftschlacht um England, ausgebildet an der Dragon School, Oxford, und der Stowe School, Buckinghamshire, studierte Reg Gadney Englisch, Feine Künste und Architektur am St. Catherine’s College in Cambridge. Danach unterrichtete er Englisch und Kunstgeschichte unter anderem in Oxford, Cambridge, Harvard und Moskau und arbeitete als Redakteur der Literaturzeitschrift ‚Granta‘, bis er – gefördert durch Patricia Highsmith, mit der er befreundet war – 1984 das Schreiben zum Hauptberuf machte.

Neben etlichen Fernsehdrehbüchern, einem Sachbuch über die ungarische Revolution, einer Biografie des Malers John Constable und zuletzt zwei mit R.J. Gadney gezeichneten Romanen verfasste er bislang dreizehn Thriller, darunter die sechsbändige Reihe um den britischen Geheimagenten und späteren – international ermittelnden – Privatdetektiv Alan Rosslyn, deren erster Band (‚Totzeit‘) in deutscher Übersetzung vorliegt. Reg Gadney, Vater von zwei Kindern aus erster Ehe, lebt mit seiner zweiten Frau Fay Maschler, einer renommierten Gastro-Kritikerin, in London, zeitweilig auch in Griechenland.

Die ersten Romane sehen Alan Rosslyn als Mitglied einer englischen Sondereinheit zur Terrorbekämpfung. In ’Totzeit’ wird er beauftragt, undercover eine Reihe von Bombenanschlägen in London und den damit verhängten Mord an seiner Freundin, der Polizistin Mary Walker, aufzuklären – die Handschrift der IRA. Bei seinen Ermittlungen  verstrickt er sich immer tiefer in die undurchsichtigen und skrupellosen Ränkespiele der Behörden und Geheimdienst-Organisationen – und kommt schliesslich mit seelischen  Blessuren zwar, aber immerhin lebend davon. ‚Totzeit‘: Eine rasante, düstere und verwickelte, mit unerwarteten Wendungen gespickte Geschichte um plastisch gezeichnete Figuren.

Bibliografie:

Einzelwerke: ‚Drawn Blanc‘ (1970), ‚Somewhere in England‘ (1971), ‚Seduction of a Tall Man‘ – ‚Der letzte Coup‘ (1972), ‚Something Worth Fighting For‘ (1974) ‚The Last Hours Before Dawn‘ (auch unter dem Titel ‚Victoria‘, 1975), ‚The Champagne Marxist‘ (auch unter dem Titel ‚The Cage‘) – ‚Käfig mit Champagner‘ (auch unter dem Titel ‚Schönheit ist kein Alibi‘, 1977), ‚Nightshade‘ (1987);

Alan Rosslyn-Serie: ‚Just When We Are Safest‘ – ‚Totzeit‘ (1995), ‚The Achilles Heel‘ (1996), ‚Mother, Son and Holy Ghost‘ (1998), ‚Strange Police‘ (2000), ‚The Scholar of Extortion‘ (2003), ‚Immaculate Deception‘ (2006).