(*1930, schreibt auch als Robert Frederick)

Pierre Frei wuchs im Viertel um den Berliner U-Bahnhof ‚Onkel Toms Hütte‘ auf. Sein Publizistikstudium verdiente er sich als Zeitungs- und Rundfunkreporter und Verfasser von Fortsetzungsromanen für Illustrierte, z.B. die Krimisatire ‚Pernod wächst nicht auf Bäumen‘. Später berichtete er als freier Auslandkorrespondent aus Rom, Kairo, New York und London und arbeitete ausserdem für Film und Fernsehen, bis er sich auf eine Farm in Wales zurückzog. Seit 1990 lebt er mit seiner französischen Frau Catherine-Hélène in einem Schloss im Südwesten Frankreichs unweit von Toulouse.

Frei war bereits über siebzig, als ihm (sieben Jahre nach dem unter Pseudonym publizierten Thriller ‚Das Tunnelkomplott‘) mit ‚Onkel Toms Hütte, Berlin‘  ein internationeler Bestseller gelang. Die autobiografisch gefärbte Geschichte ist in der Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges angesiedelt ist. Vier blonde, blauäugige Frauen, die in der Nazizeit grossen Mut bewiesen haben (die Filmschauspielerin Karin, die Psychiatrie-Krankenschwester Helga, die junge preussische Aristokratin Henriette und die Nobelpostituierte Marlene, die mit einem KZ-Kommandanten verheiratet ist) und über deren Schicksale der Autor ausführlich und eindrucksvoll berichtet, werden in der Nähe der U-Bahn-Station ‚Onkel Toms Hütte‘ erdrosselt aufgefunden, eine weitere Frau überlebt um Haaresbreite. Inspektor Dietrich, ein melancholischer, mit einer Beinprothese versehener Polizist mittleren Alters, ist für die Ermittlungen zuständig und findet heraus, dass in seinem Viertel kurz vor Kriegsausbruch nach demselben Muster gemordet worden ist.

Seit 2012 hat Pierre Frei zahlreiche (in der Bibliografie nicht aufgeführte) Thriller in dem Eigenverlag ‚CreateSpace Independent Publishing Platform‘ herausgegeben.

Bibliografie:                                                                                                                                    

‚Onkel Toms Hütte, Berlin‘ (2004).