(Pseudonym für Peter Leslie, 1922-2007; schrieb auch als Peter Buck und Catherine Reynolds)

Geboren in Lanceston, Cornwall, ausgebildet an der Queen’s University in Belfast, verbrachte Peter Leslie einen grossen Teil seines Lebens in London. Er arbeitete u.a. als Journalist für Reuters, den ‚Daily Mirror‘ und den ‚Daily Herald‘, als Redakteur eines Jazz-Magazins, Interviewer für die BBC, Typograph, Designer von Plattenhüllen, Jazzmusiker, Tänzer und Schauspieler, ehe er 1965 seinen ersten Roman herausgab.

Leslies 1954 geschlossener Ehe mit der früh verstorbenen Helene Bond entsprang eine Tochter, die Übersetzerin Tanya Leslie. Ende der 70er-Jahre liess sich Leslie mit seiner zweiten Frau Nicolette Bernard, einer französischen Bühnenschauspielerin und Autorin, im südostfranzösischen Städtchen Tourrettes-sur-Loup nieder. Er starb dort im Jahr 2007.

Unter bürgerlichem Namen verfasste Leslie Beiträge zu verschiedenen Trivialserien (U.N.C.L.E.-, Don Pendletons Avenger- und Mack Bolan-Serie), gut zwei Dutzend weitere, vorwiegend im Zweiten Weltkrieg angesiedelte, zum Teil als Vorlagen für das Fernsehen dienende Unterhaltungsschmöker und zwei Bände der Jason Mettner-Trilogie, unter dem Pseudonym Peter Buck die neunteilige Mercenary-Serie um den amerikanischen Söldner Marc Dean und als Ed Mazzaro den ersten Band der Jason-Mettner-Trilogie sowie die so genannte Chicago-Trilogie. Auf Deutsch gibt es einzig zwei U.N.C.L.E.-Titel und die beiden Trilogien.

Die schnörkellos-schmutzigen Chicago-Thriller spielen in der Prohibitionszeit der mittleren 20er-Jahre. Im ersten Band ‚Chicago‘ wird die Stadt von zwei rivalisierenden, mit Alkoholschmuggel reich gewordenen (fiktiven) Gangsterbossen – dem Iren Teddy McGrath und dem Sizilianer Salvatore Sanguinetti – beherrscht, Auftragsmorde gehören zur Tagesordnung, die Polizei ist korrupt bis in die Knochen. In dieser scheinbar ausgeweglosen Situation hat der FBI-Mann George Stevens eine brillante Idee: Bruno Farrell alias Farioli, ein hart gesottener, kaltblütiger, absolut unbestechlicher Überlebenskünstler und Frauenheld italienischer Herkunft mit einer Vergangenheit als RAF-Pilot im Ersten Weltkrieg und als Glücksritter, der seit dem Waffenstillstand für die amerikanische Regierung im Einsatz steht, soll (ausgestattet mit einem wasserdicht fingierten Lebenslauf) einen der Clans infiltieren und diesen danach auf dessen Gegner hetzen – ein Himmelfahrtkommando.

Im zweiten Roman ‚Capone & Co.‘ wird’s noch haariger für Farioli: Er soll sich von Al Capone anheuern lassen und einen Weg finden, an dessen höchst geheime Buchhaltung herankommen, damit man den vielfachen Mörder über eine Anklage auf Steuerbetrug endlich hinter Gitter bringt. Der Plan scheint aufzugehen, doch dann gerät Farioli zwischen die Fronten von Capones Vollstreckern, der Polizei und den Hitmen von Capones Erzrivalen Teddy McGrath.

In drei Kriminalromanen steht der bereits aus der Chicago-Trilogie bekannte Journalist Jason Mettner als Ich-Erzähler im Brennpunkt des Geschehens. Der ausgekochte und sprachgewandte Sonderkorrespondent der Zeitung ‚Chicago Globe‘ erlebt in den 30er- und 40er-Jahren hanebüchene Abenteuer an verschiedenen europäischen Schauplätzen – etwa im Norden des europäischen Festlands zur Zeit des „Drôle de guerre“ im dritten Band ‚Der Diamanten-Deal‘, als er im Auftrag seines extravaganten Chefs Harry Michaelson die Deutschen daran hindern soll, im Tausch mit südafrikanischen Rohdiamanten kriegswichtige Materialien zu erwerben.

Der Herausgeber der Reihe ‚rororo thriller‘, in der die deutschsprachigen Versionen erschienen sind, verpasste dem Autor seltsamerweise eine Biografie als 1923 in der korsischen Hauptstadt Ajaccio geborener Weltkriegpilot, Jazzmusiker, Rennfahrer und Drehbuchautor.

Bibliografie (keine Listung der Heftchen- und anderen Trivialserien und der Kriegsromane):

Chicago-Trilogie: ‚One Death in the Bed‘ – ‚Chicago‘ (1976), ‚Bootleg Angel‘ – ‚Capone & Co‘ (1977), ‚Chicago Deadline‘ – ‚Einer gegen Chicago‘ (1978);

Jason Mettner-Trilogie: ‚Pawn to King’s Cross‘ – ‚Geigenkästen für Soho‘ (1978), ‚The Melbourne Virus‘ – ‚Melbourne-Virus‘ (1983, im Original 1992 als Peter Leslie), ‚No Deal in Diamonds‘ – ‚Der Diamanten-Deal‘ (1984, im Original 1992 als Peter Leslie).