20. Juni 1930 bis 21. Dezember 2024
Catherine Aird (bürgerlicher Name Kinn Hamilton McIntosh) wurde als zweites Kind eines schottischen Arztes in Huddersfield, West Yorkshire, geboren und ging im nahe gelegenen Keighley zur Schule. Sie wollte ursprünglich in die Fussstapfen ihres Vaters treten, doch eine Nierenerkrankung liess ein Medizinstudium nicht zu. Als ihre gesundheitlichen Probleme überwunden waren, legte sie in der Landpraxis ihres Vaters in Sturry, Grafschaft Kent, Hand an.
Inspiriert von den Golden Age-Autorinnen Margery Allingham, Dorothy Sayers und Josephine Tey, schrieb Catherine Aird in den 60er-Jahren ihre ersten Krimis. Die seit 1946 in der kleinen Ortschaft Sturry lebende Autorin veröffentlichte zudem Dorfgeschichten über Sturry, arbeitete am ‚Oxford Companion to Crime and Mystery Writing‘ und engagierte sich in der lokalen Sozialpolitik. Mit 94 Jahren starb sie in ihrem Haus an einem Hirnschlag.
Das Herzstück ihres Werks ist die 24-teilige Serie um den glücklich verheirateten, zurückhaltend auftretenden, ab und zu aber doch eine sarkastische Bemerkung fallenlassenden Police Inspector C.D. Sloan, genannt „Seedy“, aus der fiktiven Kleinstadt Berebury. In den unprätentiösen, ganz auf den Fall fokussierten, mit viel trockenem Humor erzählten und an lebensnahen Dialogen reichen Geschichten – reizvolle Mixturen aus Polizeiroman und Tüftelkrimi, die sich auch vor Ruth Rendells und P.D. James‘ besten Büchern nicht verstecken müssen – behandelt die Autorin vorzugsweise Familienintrigen und -tragödien, deren Ursprünge weit in der Vergangenheit zurückreichen.
Zum Porträt: Aird, Catherine