(*1972)

Geboren in Fort Dix, New Jersey, als Sohn eines Berufssoldaten, wuchs Brian Panowich an verschiedenen Orten in Europa und den USA auf, bis sich die Familie 1984 in Georgia niederliess. Er studierte Journalismus an der Georgia Southern University und war anschliessend fünfzehn Jahre als Gitarrist unterwegs. Nach der Geburt seiner ersten Tochter arbeitete er als Feuermann in Augusta, Georgia. In seiner Freizeit schrieb er Kurzgeschichten, ab 2015 auch Romane – und mischte mit den furiosen, beinharten Bull Mountain-Thrillern das Genre des Country noir auf. Er lebt mit seiner Frau und den vier Kindern in der Kleinstadt Grovetown, Georgia.

Der Burroughs-Clan, ansässig auf dem fernab der Zivilisation im McFalls County, Nord-Georgia, gelegenen Bull Mountain, beherrscht seit vielen Jahrzehnten den regionalen Handel mit selbstgebranntem Schnaps, später auch mit Marihuana, Crystal Meth und illegalen Waffen. In ‚Bull Mountain‘ befasst sich Panowich mit der blutigen Geschichte der letzten drei Generationen der Burroughs von 1949 bis 2015. Den Schwerpunkt legt er auf den Zusammenbruch der Familie im Jahr 2015, als der paranoide, egomane Dreckskerl Halford als Oberhaupt waltet und sich sein zehn Jahre jüngerer Bruder Clayton von den Geschäften abgesetzt hat, um im Tal als Sheriff zum Rechten zu schauen. Ausgangspunkt der Katastrophe ist das Ziel des durchtriebenen und rachsüchtigen Special Agents Simon Holly von der Behörde für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen, die gesamte Sippe auszulöschen. Auf geschickte Weise blickt der Autor immer wieder auf bedeutende Ereignisse in der Vergangenheit des Clans und enthüllt so nach und nach Hollis‘ wahres Motiv für seine wahnwitzige Operation, die nur wenige Beteiligte überleben.

Drei Jahre später veröffentlichte Panowich den zweiten Teil der Saga um die arg dezimierte Familie Burroughs. Die Bundespolizei hat die Meth-Küchen stillgelegt, die Marihuana-Plantagen abgefackelt und die Waffen konfisziert, doch die drei Millionen Dollar, die der Clan gebunkert hat, sind ihr entgangen. Sheriff Clayton, inzwischen Vater eines kleinen Jungen, ist immer noch mit der warmherzigen, äusserst zähen Kate verheiratet, die diesmal eine tragende Rolle spielt. Er hat ein verkrüppeltes Bein, ist seelisch traumatisiert und säuft wie ein Loch. Der Gangster Bracken Leek und seine Südstaatentruppe versuchen nun, das Machtvakuum auf dem verfluchten Berg zu füllen, um Zugang zu den Lieferrouten in den Norden und zurück zu haben, einen Handel mit der neuen Droge Oxycontin aufzuziehen – und nebenbei die drei Millionen aufzustöbern. Im Gegenzug würde Leek die Burroughs mit Waffen versorgen. Doch Clayton erweist sich als dickköpfiger Verhandlungspartner, und auch die Viner-Gang um den Speed-Junkie Coot und das ausgekochte Mutter-Tochter-Gespann Twyla und Vanessa ist hinter der Kohle her.

Bibliografie:

Bull Mountain-Romane: ‚Bull Mountain‘ – ‚Bull Mountain‘ (2015), ‚Like Lions‘ – ‚Bull Mountain Burning‘ (2018);

Einzelwerk: ‚Hard Cash Valley‘ (2020).