(*1953)

Kim Zupan kam in Great Falls, Montana zur Welt und wuchs auch dort auf. Er arbeitete als Zimmermann, Rodeoreiter, Farmer, Lachsfischer und Lehrer, bevor er mit über fünfzig zu schreiben begann. Nach einigen Stories veröffentlichte er 2014 seinen bisher einzigen Roman. Heute lebt er mit seiner Frau, der Lyrikerin Janet Zupan, in Missoula und unterrichtet Zimmermannshandwerk an der University of Montana.

‚Die rechte Hand des Teufels‘ (im Original weitaus passender: ‚The Ploughmen‘, die Pflüger) ist im Norden Montanas angesiedelt. Zwei schlaflose Männer, denen in ihrem bisherigen Leben der Tod ein ständiger Begleiter war, prallen im County-Gefängnis aufeinander. Der junge, unglücklich verheiratete Deputy Sheriff Val Millimaki, dessen Mutter Selbstmord beging, als er zwölf war, hat sich darauf spezialisert, mit seinem Hund vermisste Personen aufzuspüren, die allerdings stets bereits tot sind, wenn er sie findet. Sein Gegenspieler John Gload, im Waisenhaus mit zwölf, erstes Tötungsdelikt mit dreizehn, arbeitete lange Zeit als Auftragskiller, bis er jetzt als alter Mann gefasst wird. Da man Gloads Opfer nie gefunden hat, soll Val ihm ein wenig auf den Zahn fühlen. Doch die beiden Männer schweifen ab, sprechen über ihre Vergangenheit, ihre Jugendzeit auf den Feldern, ihre Träume, ihre Frauen – und daraus entwickelt sich eine Art Freundschaft. In poetischem Stil, mit vielen Rückblenden, erzählt Zupan die wuchtige – mit Naturschilderungen und Metaphern leicht überfrachtete – Geschichte, die von den beiden kantigen Charakteren getragen wird.

Bibliografie: ‚The Ploughmen‘ – ‚Die rechte Hand des Teufels‘ (2014).