(1949)

Bernt Eilert wurde in der niedersächsischen Stadt Oldenburg geboren und wuchs dort als Einzelkind bei der Mutter auf. Nach dem Abitur an der Hindenburgschule in Oldenburg studierte er ein Semester Theaterwissenschaft in Marburg. 1970 zog es ihn nach Frankfurt/Main, wo er Anschluss an die Autoren der Satirezeitschrift ‚Pardon‘ fand. 1972 erschien sein gemeinsam mit F. W. Bernstein verfasstes Kinderbuch ‚Die Kronenklauer‘.

Eilerts Werk ist breitgefächert. Es umfasst Texte für Otto Waalkes, Comedy-Serien für den Rundfunk, die Liste ‚Die 700 peinlichsten Persönlichkeiten‘, Beiträge für das ‚Endgültige Satiremagazin TITANIC‘, das er 1979 mitbegründet hat, Literaturkritiken und den vorzüglichen Erzählband ‚Windige Passagen‘. 1987 gab er das Standardwerk ‚Das Hausbuch der literarischen Hochkomik heraus. Nebenbei übersetzte er Monty Python, David Lodge und Oscar Wilde ins Deutsche.

1989 ist Eilerts einziger Krimi ‚Notwehr auf italienisch‘ in gründlich überarbeiteter Form unter dem neuen Titel ‚Eingebildete Notwehr‘ erschienen. Es ist die höchste amüsante Geschichte eines namenlosen Frankfurter Gelegenheitsjournalisten um die dreissig, der mit seinem haitianischen Kumpel Gennaro ein hübsche kleine Erpressung durchführt, die ihn um 100, vielleicht sogar 250 Riesen reicher machen soll, was seiner Geliebten Mona den Entscheid, sich von ihrem Mann zu trennen, eventuell erleichtern würde. Doch dann wird das gemeinsame Bankkonto aufgelöst, und Gennaro ist verschwunden. Hat er sich nach Italien abgesetzt, wo sein betuchter Wohltäter, ein schwuler älterer Zürcher Professor, ein Ferienhaus besitzt. Die Hauptfigur und der Professor schliessen sich zusammen und begeben sich in den Süden – von Gennaro jedoch keine Spur. Dann überstürzen sich die Ereignisse, und unser überfordeter Held versucht verzweifelt, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das blutige Finale findet in einem einsamen lombardischen Bauernhof statt.

Bibliografie:

‚Eingebildete Notwehr‘ (auch unter dem Titel ‚Notwehr auf italienisch‘, 1981).