(1922-?)

Paul H. Mansfield kam auf Trinidad, British West Indies, zur Welt und wuchs auch dort auf. Nach der Schulzeit engagierte er sich in ganz unterschiedlichen Berufen. Er war technischer Zeichner bei der amerikanischen Luftwaffe und Leiter des Gerätearchivs eines US-Marinestützpunktes auf Trinidad, arbeitete als Gebrauchsgrafiker, Journalist, Presse- und Polizeifotograf, betätigte sich als Funker bei einer Fluggesellschaft, betreute eine Zweigstelle des Reiseunternehmens Thomas Cook & Son im englischen Southampton und wandte sich schliesslich der Hotellerie auf Trinidad zu. Mansfield war zudem ein leidenschaftlicher Fotograf und erlangte mit seinen Bildern internationales Ansehen. Darüber hinaus veröffentlichte er technische Artikel und Zeichungen in verschiedenen britischen Magazinen – sowie, im Jahr 1957, den Krimi ‚Gefährliches Dunkel‘.

Im Mittelpunkt des figurenreichen, auf der fiktiven westindischen Insel San Rafael spielenden Romans steht der Gutsbesitzer George Burnley, der mit seiner Frau, der reichen, biestigen Vanessa, eine miese Ehe führt. Er hat sich vor kurzem in die verführerische Patricia Leighton verliebt und möchte jetzt mit ihr zusammenleben, doch Vanessa willigt nicht in die Scheidung ein. Dies ist die Ausgangslage, als Vanessa auf der kleinen Insel, wo jeder jeden kennt, eine grosse Sylvesterparty gibt. Seltsamerweise hat sie ihren Butler angewiesen, um fünf nach zwölf während fünf Minuten das Licht auszuschalten, damit ein befreundetet Fotograf in der Dunkelheit Aufnahmen machen kann – und in dieser Zeit wird sie erschlagen. Der örtliche Polizeichef Mark Caldwell, einer der Gäste der Getöteten, und der dunkelhäutige Lieutenant Arrow nehmen die Ermittlungen in die Hand. Die Zahl der Verdächtigen ist gross, Eifersucht, enttäuschte Liebe und Hass stehen als Motive im Vordergrund, doch am Schluss nimmt der Fall eine verblüffende Wendung. Mansfield zeichnet in der spannenden, psychologisch stimmigen Geschichte ein farbiges Bild der exotischen Insel und ihrer Bewohner.

Kurze Zeit nach Veröffentlichung seines einzigen Romans starb der vielseitige und weit gereiste Mann dem Vernehmen nach unter tragischen Umständen.

Bibliografie:

‚Final Exposure‘ – ‚Gefährliches Dunkel‘ (1957).