(*1952)

Michael Lupica wurde als Sohn eines Personal Managers in Oneida, New York State, geboren und verbrachte Kindheit und Schulzeit in Nashua, New Hampshire. Nach Beendigung der Bishop Guertin High School studierte er am Boston College mit einem Abschluss 1974. Sechs Jahre später liess er sich in New York City nieder. Bereits als Teenager im Journalismus tätig, zählt er heute zu den berühmtesten Sportkolumnisten der USA. Er begann bei verschiedenen Bostoner Blättern und arbeitete später für Printmedien wie ‚Washington Star‘, ‚New York Post‘, ‚New York Daily News‘, ‚World Tennis‘, ‚Golf Digest‘ und ‚Esquire’‚ aber auch für die Fernsehsender ‚CBS‘ und ‚The Sport Reporters‘ und für Radiostationen. Daneben war er Co-Autor bei Autobiografien (etwa der Baseball-Legende Reggie Jackson) und verfasste Sachbücher über verschiedene Sportarten, ausserdem Sportromane, Jugendbücher und drei Krimis, die Peter Finley-Trilogie. Er lebt mit seiner Frau Taylor, mit der er eine Tochter und drei Söhne hat, in New Canaan, Connecticut.

Ich-Erzähler Peter Finley, Sohn eines Cops im Ruhestand, hat seinen ersten Auftritt 1986 in ‚Peggy ist verschwunden‘. Finley war Polizeireporter in Boston, bevor er einen Reporterjob bei der New Yorker Fernsehstation ‚Channel A‘ bekam und sich nebenbei, unterstützt durch seinen rüstigen Vater Jack und seinen besten Freund, den genialen Kameramann Marty Pearl, als Gelegenheitsdetektiv betätigt. Seine scharfzüngige Frau Jeannie, die er noch immer liebt, verliess ihn vor einigen Monaten, am Valentinstag, doch es gibt Hoffnung, dass die beiden wieder zusammenfinden. Pete ist ein grosser Baseball-Fan, erstellt ständig irgendwelche Listen und hat auch schriftstellerische Talente – er schrieb vor Jahren eine Biografie des zwielichtigen Jersey-Gewerkschafters Big Tony Altamero.

Finleys aktueller Kriminalfall dreht sich um Peggy Lynn, eine bezaubernde junge Frau aus der Provinz, die sich in New York in eine karrieresüchtige Intrigantin mit gewaltigem Männerverschliess verwandelt hat – auch Finley pflegte vor längerer Zeit eine kurze Affäre mit ihr. Jetzt ist sie seit acht Tagen spurlos verschwunden und wahrscheinlich nicht mehr am Leben, an potentiellen Tätern herrscht kein Mangel. Die Geschichte hält den Leser indes weniger mit einem wohl durchdachten Plot als mit flapsigen Sprüchen (im Stile von „Ich wusste von Handfeuerwaffen ungefähr soviel wie vom Liebesleben der Wachteln“), schlagfertigen Antworten und unzähligen Verweisen auf Baseball und die Fernsehwelt bei der Stange.

Bibliografie:

Peter Finley-Trilogie: ‚Dead Air‘ – ‚Peggy ist verschwunden‘ (1986), ‚Extra Credits‘ (1988), ‚Limited Partner‘ (1990).