(1921-2001)

Aufgewachsen in Hollywood zur Zeit der Grossen Depression, arbeitete Carolyn Weston während des Zweiten Weltkriegs in einer Flugzeugfabrik. Danach bereiste sie die Vereinigten Staaten und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis sie nach Kalifornien zurückkehrte und zu schreiben begann. Mehr weiss man nicht über das Leben dieser Autorin, die 80-jährig in Santa Monica verstarb.

Westons Romanwerk besteht aus den Spionagethrillern ‚Tormented‘ und ‚Danju Gig‘, dem gemeinsam mit Jan Huckins verfassten Krimi ‚Face of the Assassin‘ und der (auch auf Deutsch vorliegenden) Al Krug & Casey Kellog-Trilogie, deren erster Band ‚Poor, Poor Ophelia‘ die Grundlage für die höchst erfolgreiche 1970er-TV-Serie ‚The Streets of San Francisco‘ darstellte.

Sergeant Al Krug, ein routinierter, grantiger Bulle der alten Schule, der auch mal ein Geständnis aus einem Verdächtigen rausprügelt, und Detective Casey Kellog, ein idealistisch gesinnter Cop mit technischem Knowhow, der noch immer bei seiner Mutter lebt und in einem Mustang durch die Gegend braust, sind als gegensätzliche Partner in Santa Monica auf der Piste – als Vorbilder der im Fernsehen von Karl Malden und Michael Douglas verköperten Polizisten Mike Stone und Steve Keller, die ihrem Beruf in San Francisco nachgehen. Die drei Krimis leben von geschickter, schnörkelloser Handlungsführung und knackigen Dialogen. Vierzig Jahre später veröffentlichte die Krimiautorin Robin Burcell, eine Ex-Polizistin, einen weiteren – jetzt in San Francisco angesiedelten – Krug & Kellog-Krimi unter dem Titel ‚The Last Good Place‘.

Bibliografie:

‚Tormented‘ (1956), ‚Face of the Assassin‘ (gemeinsam mit Jan Huckins, 1959), ‚Danju Gig‘ (auch unter dem Titel ‚Spy in Black‘, 1969);

Al Krug & Casey Kellog-Trilogie: ‚Poor, Poor Ophelia‘ – ‚Kein Alibi für Mr. Farr‘ (1972), ‚Susannah Screaming‘ – ‚Sie hat noch geschrien‘ (1972), ‚Rouse the Demon‘ – ‚Gruppentherapie‘ (1976).