27. Dezember 1948 bis 11. Dezember 2025
Meja Mwangi gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Kenias. Sein vielfältiges und mehrfach prämiertes – auf Deutsch grösstenteils im Peter Hammer Verlag erschienenes – Werk enthält Kinderbücher, Romane (darunter der Erstling ‚Kill Me Quick‘ sowie ‚Nairobi, River Road‘, ein Roman über das Leben in den afrikanischen Slums, und ‚Big Chiefs‘ über den Völkermord in Ruanda), ferner Drehbücher, Theaterstücke und Sachbücher. Meja Mwangi starb in der südostkenianischen Küstenstadt Malindi.
In seinem einzigen, 1979 erschienen Krimi ‚The Bushtrackers‘ führen die Ranger Kimathi (schwarz) und Burkell (weiss) einen zermürbenden, lebensgefährlichen Kampf gegen die Wilderer, die, finanziert durch die Mafia, im kenianischen Nationalpark Jagd auf Elfenbein und Rhinozeroshorn machen – die Globalisierung des organisierten Verbrechens. Als ein Mobster Kimathis schwangere Frau ermordet, schlagen die zwei Freunde wuchtig zurück. Der düstere, packende Roman zeichnet ein eindrucksvolles Bild des zerrissenen Landes. Er ist im Jahr 2001 unter dem Titel ‚Die Wilderer‘ als Taschenbuch im Unionsverlag herausgekommen.
Zum Porträt: Mwangi, Meja
