(*1942)

Franco Mimmi, ein berühmter, aus Bologna stammender Journalist und Essayist, schrieb nach Abschluss des Literaturstudiums für die renommiertesten italienischen Printmedien wie ‚Il Resto del Carlino‘, ‚La Stampa‘, ‚Il Mondo‘, ‚Italia Oggi‘, ‚Il Corriere della Sera‘ und ‚L’Espresso‘. 1979 debütierte er als Prosaautor. 1991 liess er sich als Korrespondent des Magazins ‚Il Sole – 24 Ore‘ in Madrid nieder. Später kehrte er nach Italien zurück, um Artikel für das Blatt ‚L’Unità‘ zu verfassen. Er lebt seit einigen Jahren in Palma de Mallorca und widmet sich vorzugsweise dem genussvollen Lesen und Schreiben.

Mimmis vierter Roman ‚Unser Agent in Judäa‘ – sein einziger Krimi, aber was für einer! – spielt 33 n. Chr., 783 Jahre nach der Gründung Roms, in Judäa, einer römischen Provinz, deren aufmüpfige und zänkische Bevölkerung, namentlich die Bande der Zeloten, den für seine Grausamkeit berüchtigten Präfekten Pontius Pilatus zur Weissglut treibt. Und jetzt erscheint auch noch ein junger, bärtiger Mann als ungemein populärer Prediger, Pazifist und Naturheiler auf der Bildfläche – er nennt sich Jesus. Kaiser Tiberius, der seit Jahren zurückgezogen auf Capri lebt, zettelt in der Not eine clever ausgedachte Intrige an, die die zerstrittene Region endlich zur Ruhe bringen und gleichzeitig seinen wichtigsten politischen Gegnern das Wasser abgraben soll: Sein Spezi, der betagte Geheimdienstexperte Aduncus, und die Lichtgestalt Jesus sollen es richten. Doch Tiberius‘ Plan geht nicht auf – Pontius Pilatus lässt Jesus ans Kreuz schlagen.

Bibliografie:

‚Il nostro agente in Giudea‘ – ‚Unser Agent in Judäa‘ (2000).