Website-Icon Krimiautoren von Abel bis Zeltserman

Browner, John P.

John Browner (Geburtsjahr unbekannt) verbrachte die 70er-Jahre in Greenwich Village und baute danach in New Hampshire einen Secondhand Buchladen auf. 1987 zog es ihn nach Durham, North Carolina, wo er zuerst den kleinen Laden ‚Bell, Book and Coffee‘ und 1991 das florierende Lokal ‚Ravena’s Restaurant & Bookstore‘ eröffnete. Nach fünf Jahren war er ausgebrannt. Er übergab das Restaurant zwei Kollegen und führte während sechs Monaten in München ein beschauliches Leben als Spaziergänger und Autor von Kurzgeschichten und Essays. Zurück in Durham, schloss er das Restaurant. Den Buchladen betrieb er nun unter dem Label ‚Books on Ninth‘, in der Freizeit setzte er das Schreiben fort. 2002 heiratete er die Autorin Lisa Yarger. Im Jahr 2005, vier Monate nach der Geburt ihrer Tochter, liessen sie sich in München nieder und gründeten den Secondhand Bookshop ‚The Munich Readery‘ für englischsprachige Literatur, der sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt mauserte.

Inspiriert von seinen wilden Jahren in der New Yorker Lower East Side, verfasste Browner – rein aus Vergnügen, wie er sagt – den im New Yorker Punk-/Drogenmilieu spielenden Thriller ‚Death of a Punk‘, der 1980 bei Pocket Books und 1987 unter dem Titel ‚Tod eines Punks‘ in der Reihe Blaue Krimis bei Heyne (Übersetzung: Sepp Leeb) herauskam. Der lizenzlose Privatdetektiv Leonard „Lennie“ Hornblower, ein übergewichtiger, trinkfester Korea-Veteran und Ex-Taxifahrer Ende vierzig, lebt in Manhattan und „bietet Hilfe in allen Lebenslagen“ an. Sein neuer Fall hat’s in sich: Die attraktive alleinerziehende Mutter Lisa Perlont beauftragt ihn, ihren auf Abwege geratenen 17-jährigen Sprössling Gerald – seine Punkrock-Kumpel nennen ihn Blinky – heil nach Hause zu bringen. Als der Detektiv Blinky im Rockschuppen ACDC zur Rede stellt, zieht dieser ihm eins über die Rübe, entwendet ihm die Brieftasche und sucht das Weite. Immerhin ist Lennie dann um drei Kilo Kokain reicher. Wenige Tage später liegt Blinky erschossen im Hinterhof des ACDC. Neben dem Toten befindet sich die Brieftasche des Detektivs, was ihn unweigerlich zum Hauptverdächtigen macht. Um seine Haut zu retten, begibt er sich auf die Suche nach dem Mörder – und wirbelt mächtig Staub auf. ‚Death of a Punk‘ – ein flüssig zu lesender, unprätentiöser Krimi – hat in den Vereinigten Staaten Kultstatus.

Bibliografie:

‚Death of a Punk‘ – ‚Tod eines Punks‘ (1980).

Die mobile Version verlassen