(*1951)

Fabio Mangardis hält seinen Lebenslauf bedeckt. Nach einigen Kurzgeschichten veröffentlichte er 1997 seinen ersten Krimi ‚Das stumme Urteil‘. Die schnörkellose, beklemmende Geschichte spielt in dem hochsommerlich heissen norditalienischen Nest San Antonio, Emilia Romagna, in dem Giovanni D’Agostini, verheirateter Besitzer einer Metzgerei, mit Immobiliengeschäften, Erpressung und Betrug reich gewordener Frauenheld, gewaltsam ums Leben kommt. Zuständig für die Recherchen sind die beiden letzten im sterbenden Dorf verbliebenen Polizeibeamten: der junge Carabiniere Giovanni Di Giuseppe aus Kalabrien und sein Vorgesetzter, der grüblerische, bärbeissige Brigadiere Antonio Marra, seit dem Suizid seiner langjährigen Geliebten ein gebrochener Mann. Di Giuseppe nimmt die Ermittlungen in die Hand, stösst dabei jedoch auf eine Mauer des Schweigens – die verschworene Dorfbevölkerung ist der Meinung, D’Agostini habe nichts anderes verdient als einen gewaltsamen Tod.

Mongardis nachfolgende Romane – unter ihnen ‚Il caso Manzoni‘, eine semifiktive Geschichte über die Ermordung der Familie Manzoni durch italienische Partisanen am 7. Juli 1945, – liegen bisher nicht auf Deutsch vor. Der Autor lebt in seiner Geburtsstadt Faenza, Emilia Romagna.

Bibliografie:

‚Il verdetto muto‘ – ‚Das stumme Urteil‘ (1997), ‚La donna dell’ isba’ (2002), ‘Ombre di notte’ (2005), ‘Il caso Manzoni’ (2015).