(*1940)
Der gebürtige Stockholmer Ulf Durling verbrachte seine Schulzeit in der südschwedischen Stadt Köping. Nach dem Medizinstudium, das er 1966 am Karolinska Institut abschloss, bildete er sich zum Psychiater aus. und leitete vierzig die Klinik von Danderyd in Stockholm. Mit seiner Frau Helena, einer Psychotherapeutin, hat er zwei erwachsene Kinder.
Durling debütierte 1971 nebenberuflich als Krimiautor. Mit seinem sechzehn Romane und zwei Novellen umfassenden Werk gehört er in Skandinavien zu den angesehensten Autoren von psychologischer Spannungsliteratur, während im deutschsprachigen Raum einzig der Erstling ‚Gammal Ost‘ (zu Deutsch: ‚Alter Käse‘; der Diogenes Verlag bevorzugte jedoch den albernen Titel ‚Nach dem Essen sollst du ruhn‘) erschienen ist.
Im abgeschlossenen Zimmer einer kleinen Pension von zweifelhaftem Ruf findet man einen Toten, der sich kurz zuvor lauthals mit einem Besucher gestritten hat. Die Umstände deuten auf Mord, und Kriminalassistent Gunnar Bergman leitet die Ermittlungen. Gleichzeitig befassen sich drei ältere Herren – die Rentner Johan Lundgren (verwitweter Schriftsetzer und Büchernarr), Carl Bergman (Buchhändler, Vater von zwei verheirateten Töchtern und eines Sohnes, des erwähnten Polizisten Gunnar) und der alleinstehende praktizierende Arzt Efraim Nylander -, die ihre Leidenschaft für klassische Kriminalliteratur verbindet, mit dem vertrackten Fall, bei dem ein altes Stück Käse und eine leere Flasche Chianti entscheidende Rollen spielen. Nach ausufernden, höchst fruchtbaren Diskussionen sind die Freunde schliesslich so weit, dass jeder von ihnen seine eigene Interpretation zum Besten geben kann. Gestützt auf ihre Ideen, führt der Autor die hochkomische Geschichte – eine virtuose Mischung aus Locked Room Mystery, Polizeiroman und Hobbyermittler-Groteske voller skurriler Figuren – einer verblüffenden, herzerwärmenden Lösung zu.
Bibliografie:
‚Gammal Ost‘ – ‚Nach dem Essen sollst du ruhn‘ (1971), ‚Hemsökelsen‘ (1972), ‚Säg PIP!‘ (1975), ‚Annars dör man‘ (1977), ‚Min kära bortgangna‘ (1980), ‚Tack för lanet‘ (1981), ‚Lugnet efter stormen‘ (1983), ‚Aldrig o livet‘ (1985), ‚In memoriam‘ (1988), ‚Synnerliga skäl‘ (1990), ‚Tills döden förenar oss‘ (1993), ‚Komma till skott‘ (1996), ‚Vilddjurets tal‘ (1999), ‚Domaredans‘ (2001), ‚Vägs ände‘ (2005), ‚Den svagaste lànken‘ (2008).
