Website-Icon Krimiautoren von Abel bis Zeltserman

Fusco, John

John Fusco entstammt einer neapolitanischen Arbeiterfamilie. Geboren in Waterbury, Connecticut, wuchs er in der nahe gelegenen Kleinstadt Prospect auf. Nach Abbruch der Wilby High School in Waterbury arbeitete er als Fabrikarbeiter, Holzfäller und Motorradsattler und trat als Blues- und Rockmusiker (Keyboards und Gesang) in örtlichen Nachtclubs auf, später auch vor grösserem Publikum. Mitte der 80er-Jahre ging er ans Naugatuck Valley Community College in Waterbury, wo er seine Frau kennenlernte. Das daraufhin absolvierte Kunststudium an der Tisch School of the Arts in New York City öffnete ihm die Türen zu einer höchst erfolgreichen Laufbahn als Drehbuchautor für Hollywood (‚Crossroads‘, ‚Young Guns‘, ‚Hidalgo‘, ‚Spirit: Stallion of the Cimarron‘ und andere) und Netflix (Marco Polo-Serie, zwanzig Episoden von 2014-16).

Im Jahr 1997 gründete Fusco in Vermont die ‚Red Road Farm‘, ein Refugium für wilde und selten vorkommende Pferde. 2001 kam sein erster Roman ‚Das Gesetz der Familie heraus, 2012 das preisgekrönte Kinderbuch ‚Little Monk and the Mantis‘ und 2014 der Krimi ‚Dog Beach‘. Seit 2019 hat er drei Americana-Alben aufgenommen, darunter das Meisterwerk ‚Borderlands‘. John Fusco, Besitzer des Schwarzen Gürtels in der chinesischen Kampfkunst Shaolin Kung Fu, lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin und Dozentin für Theaterkunst Richela Renkun, und ihrem gemeinsamen Sohn Giovanni auf einer Farm im Norden Vermonts.

‚Das Gesetz der Familie‘, eine wunderbar-opulente Mischung aus Mafiathriller, Milieustudie und Entwicklungsroman mit zu Herzen gehenden Szenen, eindrucksvollem Personal und authentischen Dialogen, erzählt die Geschichte des aufgeweckten dreizehnjährigen Jungen Nunzio, dessen italienischer Vater Big Dan Paradiso im multikulturellen, etwas heruntergekommenen (fiktiven, zweifellos Waterbury nachgezeichneten) Städtchen Saukiwog Mills, Neuengland, einen Schrottplatz betreibt. Im Sommer 1979 endet für Nunzio die Kindheit: Zusammen mit seinem sechs Jahre älteren Bruder Danny Boy soll er in der Ferienzeit im väterlichen Betrieb Hand anlegen. Doch schon bei seinem ersten Einsatz stösst Nunzio auf eine Leiche, die – samt dem sie beherbergenden 1973er Pontiac Bonneville – zu einem Schrottpaket verarbeitet wird, bevor der Junge jemandem den Fund zeigen kann – die Handschrift der Mafia. Die Brüder wollen nun herausfinden, wer der Tote ist und wer ihn auf dem Gewissen hat. Unterstützung finden sie durch ihren versoffenen Verwandten Angelo Volpe, ein ehemaliger Cop, der seit einem mysteriösen Sturz tetraplegisch im Rollstuhl sitzt und von einem Kapuzineräffchen und einer muskelbepackten dunkelhäutigen Lady betreut wird.

Bibliografie:

‚Paradise Salvage‘ – ‚Das Gesetz der Familie‘ (2001), ‚Dog Beach‘ (2014).

Die mobile Version verlassen