(*1959)

Jack O’Connell kam als Sohn einer Krankenschwester und eines Geschäftsmannes in Worcester, Massachusetts, zur Welt und verbrachte dort seine Kindheit. Von 1977 bis 1981 studierte er am katholischen College of the Holy Cross in Worcester, wo er seither unterrichtet und bis 2008 das College-Magazin herausgegeben hat. 1982 heiratete er die Schulpsychologin Nancy Murphy. Der Ehe entsprangen zwei Kinder, Claire und James. Die Familie lebt in Worcester.

Nachdem O’Connell bereits als Teenager unzählige Tagebuchseiten gefüllt hatte, veröffentlichte er 1986 seine erste Kurzgeschichte ‚Nevada‘ in der Zeitschrift ‚New England Review‘. Sein erster Roman, an dem er von 1986 bis 1988 gearbeitet hatte, blieb hingegen unveröffentlicht. 1992 kam der erste Band der grandiosen Quinsigamond-Serie heraus. 2002 gab er die Noir-Anthologie ‚Dark Alley of Noir‘ heraus.

O’Connors fünf in der fiktionalen, von Gangstern, Killern, Fanatikern und Dealern beherrschten Nordostküstenstadt Quinsigamond (Q-Town; Vorbild ist vermutlich Worcester) angesiedelte Romane sind faszinierende Mixturen aus Noir-Thriller, Sciencefiction und Horror. Auf Deutsch ist einzig der erste Titel ‚Nirgendwo in keiner Stadt‘ erhältlich, eine actiongeladene Geschichte, in der die impulsive Polizistin Lenore Thomas vom örtlichen Rauschgiftdezernat – sie ist dauernd auf Speed und hat ein Faible für schrille Kleidung, schwere Waffen und laute Musik -, ihr introvertierter Zwillingsbruder Ike, mit dem sie sich eine Wohnung teilt, Ikes Vorgesetzte Eva Barnes, der undurchsichtige Wissenschaftler Dr. Freddy Woo und der kultivierte Rauschgiftdealer Cortez die Hauptrollen innehaben. Als in Quinsigamond die neue Designerdroge „Lingo“ in Umlauf kommt, eine kleine rote Pille, die das Sprachzentrum beeinflusst und Aggressionen schürt, erhält Lenore den Auftrag, die Herkunft des gefährlichen Stoffs herauszufinden. Getarnt als Prostituierte, begibt sie sich in die Unterwelt von Bangkok-Park, dem Sitz der lokalen Drogenbarone – ein Himmelfahrtskommando.

Bibliografie:

Quinsigamond-Serie: ‚Box Nine‘ – ‚Nirgendwo in keiner Stadt‘ (1992), ‚Wireless‘ (1993), ‚The Skin Palace‘ (1996), ‚World Made Flesh‘ (1999), ‚The Resurrectionist‘ (2008).