(*1953)

Jim Fusilli wurde in Hoboken, New Jersey, als Sohn einer italienisch-stämmigen Familie geboren. Er ging zwölf Jahre an römisch-katholische Schulen und machte einen Abschluss am St. Peter’s College in Jersey City, wo er auch die Schulzeitung und das Schulradio mitbetreute. Danach war er Song-Schreiber und Rock-Gitarrist bei verschiedenen Bands in Greenwich Village. 2001 veröffentlichte er seinen ersten Krimi.

Fusilli lebt mit seiner in der Werbung tätigen Frau Diane Holuk und der gemeinsamen Tochter Cara in New York City und arbeitet als Rock- und Pop-Kritiker für ‚The Wall Street Journal‘, eine Tätigkeit die er seit 1983 ausübt, und gelegentlich für das National Public Radio sowie als Krimikritiker des ‚Boston Globe‘, als freier Schriftsteller und zeitweise auch als Creative Writing-Dozent an der State University of New York in Binghamton.

Fusilli verfasste vier unspektakuläre, von einer melancholischen Stimmung geprägte Kriminalromane um den Ex-Schriftsteller Terry Orr, der in Manhattan als Privatdetektiv arbeitet, seitdem er seine italienisch-stämmige Frau Marina, eine talentierte Malerin, und ihren kleinen Sohn Davy auf tragische Weise verloren hat, und um Orrs halbwüchsige Tochter Gabriella, genannt Bella, zwei rührende, in ihrer Gegensätzlichkeit überzeugend dargestellte Figuren.

Der dritte, kurz nach 9/11 spielende Band ‚Tribeca Blues‘ (Tribeca ist der Stadtteil von Manhattan, in dem Terry und Bella ein Haus bewohnen) bildet das Herz der Serie. Im Zuge seiner Ermittlungen eines Erbschaftsstreits (Terrys enger Freund Leo Mallard, der mit seiner skrupellosen Ex-Frau heillos zerstritten war, ist unerwartet gestorben) findet Terry Orr den Mann, von dem er immer dachte, er habe Marina und Davy auf dem Gewissen: Raymond Montgomery Weisz, als Jugendlicher ein hoch begabter Pianist, bis er von seiner Mutter in den Wahnsinn getrieben wurde und auf der Strasse landete; und endlich offenbart sich Terry Orr die schockierende Wahrheit über sein Familiendrama.

Nach dem (vorläufigen?) Abschluss der Terry Orr-Serie (‚Hard, Hard City‘) publizierte Fusilli Kurzgeschichten, ein Buch über die ‚Beach Boys‘ und ihr Meilenstein-Album ‚Pet Sounds‘ (2005), einen Krimi für Jugendliche (2008), den stark autobiografisch gefärbten historischen Spannungsroman ‚Narrows Gate‘ (2011) und zuletzt zwei Krimis um einen namenlosen Aussenseiter (Nameless Drifter-Romane). 2016 war er Herausgeber der Sammlung ‚Crime Plus Music. Twenty Stories of Music-Themed Noir‘, zu der er die die Geschichte ‚Boy Wonder‘ besteuerte.

Bibliografie:

Terry Orr-Serie: ‚Closing Time‘ – ‚Ihr letztes Bild‘ (2001), ‚A Well-Known Secret‘ – ‚Solange du schweigst‘ (2002), ‚Tribeca Blues‘ (2003), ‚Hard, Hard City‘ (2004);

Einzelwerk: ‚Narrows Gate‘ (2011);

Nameless Drifter-Romane: ‚Road to Nowhere‘ (2012), ‚Billboard Man‘ (2013).