(1927-2011)

Robert Robinson wurde in Liverpool geboren und wuchs im Londoner Stadtteil Malden auf. Nach Abschluss seines Anglistikstudiums am Exeter College in Oxford und dem Militärdienst mit dem West African Army Corps schrieb er TV-, Film- und Theaterkolumnen sowie Radio- und Filmkritiken für die Blätter ‚Sunday Chronicle‘, ‚Sunday Graphic‘, ‚Sunday Times‘ und ‚Sunday Telegraph‘. In dieser Zeit verfasste er den Krimi ‚Die toten Professoren‘, der Kultstatus hat.

Später schwang sich Robinson zu einem der bekanntesten Rundfunk- und Fernsehmoderatoren Grossbritanniens empor (‚Call My Bluff‘, ‚Ask the Family‘ und ‚Brain of Britain‘ waren seine populärsten Gefässe). Nebenbei veröffentlichte er drei Essay-Sammlungen und die Romane ‚The Conspiracy‘ (1968) und ‚Bad Dreams‘ (1989). 1996 kam seine Autobiografie ‚Skip All That‘ heraus.

Mit seinen Unterhaltungssendungen verdiente Robinson einen Haufen Geld, das ihm die Anschaffung mehrerer teurer Autos, eines kleines Landhauses in Somerset und einer Villa im Londoner Nobelviertel Chelsea ermöglichte. Er starb 83-jährig in einem Krankenhaus in Paddington, London, und hinterliess seine Frau Josee Richard, mit der er seit 1958 verheiratet war und drei Kinder hatte, Nicholas, Lucy und Susie.

Robinsons einziger – von Michael Innes und Edmund Crispin inspirierter – Krimi ‚Die toten Professoren‘, eine witzige, sauber konstruierte und mit originellen Figuren bevölkerte Tüftelgeschichte, sieht den vom einfachen Bobby zum Scotland-Yard-Beamten aufgestiegenen Inspektor Autumn im Brennpunkt des Geschehens. Ausgerechnet er, der von Universitäten keine Ahnung hat, wird nach Oxford entsandt, um die Zerstörung einer wertvollen Milton-Ausgabe und andere Fälle von Kultur-Vandalismus zu untersuchen. Kurz nach Autumns Ankunft wird Professor Manchip, der verhasste Rektor des Warlock Colleges, auf skurrile Art gemeuchelt, bald folgt ein zweiter Mord auf dem Campus, doch der wackere Polizist lässt sich auch von missgünstigen Akademikern, eifersüchtigen Liebhabern und raffinierten Intriganten nicht beirren und löst den Fall auf seine Art. Unvergesslich die Szene, in der eine Horde von nackten Professoren Jagd auf den Täter macht.

Bibliografie:

‚Landscape with Dead Dons‘ – ‚Die toten Professoren‘ (1956).