(1917-2007; schrieb auch als Paul Vance)

Paul Andréota kam in der Atlantik-Hafenstadt La Rochelle auf die Welt und wuchs dort und, nach dem Tod seines Vaters 1929, in Paris auf. Sein Klavier- und Kompositionsstudium am Konservatorium wurde durch den Zweiten Weltkrieg vorzeitig beendet. Von 1947 bis 1949 erschienen seine ersten drei – stark autobiografisch gefärbten – Romane, bevor er zum Film wechselte. Als Drehbuch- und Dialogschreiber sowie als Produzent war er an rund vierzig Filmen beteiligt. Parallel dazu, zwischen 1968 und 1977, verfasste er elf Kriminalromane. Er starb 89-jährig in seiner Geburtsstadt.

‚Mord im Zickzack‘, Andréotas am höchsten eingestufter Krimi, erzählt die Geschichte einer verhängnisvollen Beziehungskette: Pierre Laisné liebt Chris, mit der er frisch verheiratet ist, doch diese hängt noch immer an dem berühmten Modefotografen Jess Vadja; dieser wiederum liebt Lou, die ihr Herz indes an Pierre Laisné verloren hat. Dann wird Jess erstochen aufgefunden, und Chris legt freiwillig ein Geständnis ab: Sie habe ihren früheren Geliebten Jess erstochen, um ihre Ehe zu retten. Aus dem Autopsiebefund geht jedoch klar hervor, dass Jess zu einem Zeitpunkt gestorben ist, da Chris die Tat gar nicht begangen haben kann. Deckt sie ihren Mann? Ein Zick-Zack-Lauf beginnt.

Bibliografie:

‚Tout à fait le mème‘ (1968), ‚Zigzags‘ – ‚Mord im Zickzack‘ (1969), ‚La Pieuvre‘ – ‚Lebenswandel mit Todesfolge‘ (1970), ‚Le Piège‘ – ‚Die Hexe‘ (1972), ‚Les Lames‘ (1973), ‚Le Scénario‘ (1974), ‚La maison des oiseaux‘ – ‚In Schutt und Asche‘ (1975), ‚Schizo‘ – ‚Schizo‘ (1976).                                                                               

Als Paul Vance:  Commissaire Baratier-Romane: ‚Lepuits, la corde et le seau‘ (1977), ‚Echec à l’innocence‘ (1977).