(*1952)

Geboren im kalifornischen Berkeley, aufgewachsen dort und in St.Louis Park, Minnesota, an der Seite von vier Brüdern und zwei Schwestern, studierte Pete Hautman sieben Jahre am Minneapolis College of Art & Design und an der University of Minnesota, blieb jedoch ohne Abschluss. Danach arbeitete er unter anderem als Schildermaler, Ananas-Schneider, Grafiker und im Marketing, ehe er sich in den 90er-Jahren auf das Verfassen von Romanen für Erwachsene und Jugendliche verlegte. Er pendelt mit seiner Frau, der bekannten Krimiautorin und Lyrikerin Mary Logue, zwischen dem 100-Seelen-Ort Stockholm, Wisconsin, und dem Städtchen Golden Valley, Minnesota.

Sein literarisches Debüt gab Hautman im Jahr 1993 mit der hinterhältigen Gaunerkomödie ‚Schüttelscheck‘, dem ersten Teil einer Trilogie (wobei der 1995er Titel ‚Schnelle Kohle‘ chronologisch am Anfang steht). Die Hauptrolle bekleidet der leidenschaftliche Pokerspieler Joe Crow aus Minneapolis, dessen Leben aus den Fugen geraten ist: Seinen Job als Cop wurde er los, nachdem er sich mit einem Vorgesetzten angelegt hatte, die Ehe liegt im Trümmern, das Kokain besorgt den Rest. Joe Crow hat nichts mehr zu verlieren – und lässt sich bei seinen Versuchen, wieder auf die Beine zu kommen, immer wieder auf haarsträubende, äusserst gefährliche Abenteuer ein.

Hautmans Standalone ‚Alte Säcke auf Abwegen‘ (Originaltitel: ‚The Mortal Nuts‘ – der Begriff steht für eine unschlagbare Hand im Pokerspiel) ist eine leichtfüssig erzählte, von liebevoll gezeichneten Charakteren getragene Geschichte. Im Mittelpunkt steht der 73-jährige Weltkriegsveteran und Ex-Pokerspieler Axel Speeter, der in Minnesota zusammen mit seiner gelegentlichen Bettgefährtin Sophie Roman und deren sexy Tochter Carmen eine Taco-Bude betreibt. Axel Speeter (er war bereits in der Crow-Trilogie kurz zu Gast) haust seit vielen Jahren in einem schäbigen Motel, wo er sein gesamtes Vermögen von 260’000 Dollar in Kaffekannen bunkert, weil er den Banken nicht traut. Carmen hat indes einen fatalen Hang zu den falschen Männern, diesmal zu einem Skinhead namens James Dean, der wegen Drogendelikten 30 Monate im Gefängnis einsass und sich jetzt mit seinen Kumpanen hinter Axels Kohle her ist. Die Schmalspurgangster haben die Rechnung jedoch ohne Axel Speeter und dessen ausgekochte Freunde Tommy Fabian und Sam O’Gara (Joe Crows Vater!) gemacht.

Bibliografie (nur Krimis für Erwachsene):

Joe Crow-Trilogie: ‚Drawing Dead‘ – ‚Der Schüttelscheck‘ (1993), ‚Short Money‘ – ‚Schnelle Kohle‘ (1995), ‚Ring Game‘ (1997);

Einzelwerke: ‚The Mortal Nuts‘ – ‚Alte Säcke auf Abwegen‘ (auch unter dem Titel ‚Alte Säcke‘, 1996), ‚Mrs. Million‘ – ‚Alles Asche‘ (1999), ‚Rag Man‘ (2001), ‚Dookickey‘ (2002), ‚The Prop‘ (2006).