(1919-1980)

Geboren und aufgewachsen in Moundsville am Ohio River, West Virginia, als Sohn eines Architekten, der während der Depression arg unten durch ging, und einer engagierten Sozialarbeiterin, musste Davis Grubb seine Ausbildung zum Kunstmaler wegen Farbenblindheit abbrechen. 1940 zog er nach New York City, um für den Rundfunk zu arbeiten, später wechselte er in die Werbebranche. 1944 verkaufte er seine erste Story an das Magazin ‚Housekeeping‘. Der literarische Durchbruch gelang ihm 1953 mit seinem ersten Roman ‚Die Nacht des Jägers‘. Sein Werk enthält drei Erzählbände und zehn Romane, von denen drei dem Krimigenre zuzurechnen sind. Grubb starb einen Tag nach seinem 61. Geburtstag an Lungenkrebs.

Am Anfang von Grubbs erfolgreichstem Roman ‚Die Nacht des Jägers‘ sitzt Ben Harper in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung: Bei einem Banküberfall hat er zwei Angestellte erschossen und 10’000 Dollar erbeutet, die er umittelbar vor der Verhaftung im Hause seiner Familie verstecken konnte. Bens Zellengenosse, der psychopathische Mörder Harry Powell, genannt „der Prediger“, versucht vergeblich, ihm das Versteck zu entlocken. Kaum auf freiem Fuss, taucht Powell bei Bens Familie auf. Er gibt sich als Geistlicher aus, wickelt Bens labile Witwe Willa um den Finger und heiratet sie nach kurzer Zeit. Als ihm klar wird, dass nur Bens kleine Kinder John und Pearl das Versteck des Geldes kennen, bringt er Willa um, doch die Kinder können in letzter Sekunde entwischen – und „der Prediger“ jagt die beiden. Die gleichnamige Verfilmung durch Charles Laughton mit Robert Mitchum als Harry Powell kam 1955 in die Kinos.

Bibliografie:
‚The Night of the Hunter‘ – ‚Die Nacht des Jägers‘ (1953), ‚Shadow of my Brother‘ – ‚Meines Bruders Schatten‘ (1966), ‚Fool’s Parade‘ – ‚Gaunerparade‘ (1969).

++ Erstellt: September 2010 ++