(*1953)

John Straley, geboren in Redwood City, Kalifornien, wuchs in der Nähe von Seattle auf und ging in New York City zur Schule. Nach seinem Literaturstudium am Grinnell College, Iowa, und an der University of Washington arbeitete er unter anderem als Viehtreiber, Hufeisenschmied, Führer von Abenteuerreisen und Sekretär. 1977 liess er sich mit seiner Frau Jan Straley, einer renommierten Meeresbiologin, in der im Süden Alaskas am Pazifik gelegenen Kleinstadt Sitka nieder und arbeitete dort geraume Zeit als Privatdetektiv, bevor er sich Anfang der 90er-Jahre dem Schreiben zuwandte. Sein Werk besteht aus der sechsteiligen Cecil Younger-Serie, den historischen Spannungsromanen ‚The Big Both Ways‘ und ‚Cold Storage, Alaska‘, ein paar Erzählungen und Essays und einem Gedichtband.

John Straleys Krimiheld ist der introvertierte, alkoholkranke, nicht besonders talentierte – zu Beginn des ersten Bandes von seiner Geliebten verlassene und daraufhin mit seinem autistischen Freund Toddy eine Wohngemeinschaft bildende – Privatdetektiv Cecil Younger aus Alaska, der in turbulente Kriminalfälle verwickelt wird. In allen Romanen spielen das raue Klima und die wilde Natur Alaskas eine wichtige Rolle.

‚Giftiges Gold‘ erzählt von den kriminellen Praktiken eines mächtigen, auf Goldgewinnung ausgerichteten, vor Mord nicht zurückschreckenden Konzerns. Louise Root, die in der Goldmine als Köchin arbeitet, stellt offenbar für ihre Arbeitgeber eine Gefahr dar. Sie wird vergewaltigt, engagiert deshalb Cecil Younger, doch tags darauf wird sie mit augeschlitzter Kehle aus einem Fluss gezogen. Gegen den Willen der Konzernleitung, angestachelt durch seine Ex-Geliebte Hannah Elder, die Louises Jugendfreundin war, geht Younger dem Mordfall auf den Grund.

In ‚Seelenverkäufer‘ verschlägt es den abgebrannten Ermittler auf das vornehme Kreuzfahrtschiff ‚S.S. Westward‘, auf dem auffallend viele Todesfälle geschehen. Im Auftrag eines Tourismus-Unternehmens soll er dem Schiffsarzt möglichst diskret ein wenig auf die Finger schauen, begleitet wird er von seiner Freundin Jane Marie und Kumpel Toddy. Kaum an Bord, stolpert Younger bereits über die ersten Leichen; und stellt bald fest, dass der Luxusdampfer vornehmlich von Aids-Kranken bevölkert ist. Als Younger der Wahrheit immer näher kommt, wird er mit seiner Freundin auf einer kleinen Insel abgesetzt, auf der nur Bären leben.

Bibliografie:

Cecil Younger-Serie: ‚The Woman Who Married a Bear‘ – ‚Die Frau des Bären‘ (1992), ‚The Curious Eat Themselves‘ – ‚Giftiges Gold‘ (1993), ‚The Music of What Happens‘ – ‚Der Klang der Gefahr‘ (1996), ‚Death and the Language of Happiness‘ – ‚Grosse Fische‘ (1997), ‚The Angels Will not Care‘ – ‚Seelenverkäufer‘ (1998), ‚Cold Water Burning‘ (2001), ‚Baby’s First Felony‘ (2018);

Cold Storage-Romane: ‚The Big Both Ways‘ (2008), ‚Cold Storage, Alaska‘ (2014).