(Kürzel für Lester Alan Standiford, 1945)

Les Standiford kam in Cambridge, Ohio, zur Welt. Er studierte an der Columbia University School of Law in New York und machte danach Abschlüsse in Psychologie am Muskingum College in Ohio sowie in Literatur und Creative Writing an der University of Utah. Danach arbeitete er fast zwanzig Jahre als Ranger im Westen Amerikas. Parallel dazu absolvierte er eine Ausbildung am American Film Institute in Los Angeles. Seit 1981 in Miami ansässig, unterrichtet er seit 1985 als Englischprofessor und Leiter des Creative Writing Program an der Florida International University – Dennis Lehane gehörte zu seinen Schülern. Darüber hinaus schreibt er Sachbücher zu historischen Themen, Artikel, Kritiken, Kurzgeschichten, Drehbücher und, seit 1991, Romane. Sein jüngstes Werk ist ‚Water to the Angels‘ aus dem Jahr 2015, die Geschichte des Baus des 373 Kilometer langen Los-Angeles-Aquädukts durch William Mulholland 1907-13.

Standiford ist seit 1980 in zweiter Ehe mit der Psychotherapeutin und Künstlerin Kimberly Kurzwell verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder, Hannay und Jeremy. Ein zweiter Sohn, Alexander, ist 2009 mit achtzehn im Schlaf gestorben.

Standifords Krimierstling ‚An einem Tag im Juli‘ spielt im Yellowstone-Nationalpark, der wie jeden Sommer von Tausenden fröhlichen Touristen bevölkert ist. Jack Fairchild, beruflich gescheitert und gerade von seiner Frau verlassen, hat als Ranger für die Sicherheit der Nationalpark-Gäste zu sorgen. Als ein Tankwagen der PetroDyne Corporation, der mit einer Ladung biologischer Kampfstoffe – Pesterregern – im Park unterwegs ist, verunglückt, kommt es zur Katastrophe. Um den Vorfall zu vertuschen, ist der Firma jedes Mittel recht: auch der Einsatz ihres hauseigenen Killers Skanz.

Aus Standifords neunteiliger Serie um den kleinen, aufmüpfigen Bauunternehmer John Deal aus Miami ist auf Deutsch einzig der erste Roman ‚Fluchtpunkt Miami‘ erschienen. John Deal, verheiratet mit Janice und befreundet mit dem Ex-Cop Vernon Driscoll, versucht die Konkurs gegangene Firma seines verstorbenen Vaters wieder aufzubauen, kommt dabei jedoch dem skrupellosen Geschäftsmann Raoul Alcazar und dessen Mann fürs Grobe, dem Ex-Footballspieler Leon, in die Quere. Leon manipuliert die Bremsen von Deals Wagen, der Wagen verfehlt eine Kurve und stürzt ins Wasser, doch nicht John, sondern Janice war am Steuer – und John Deal mutiert zum Detektiv.

Bibliografie:
‚Spill‘ – ‚An einem Tag im Juli‘ (1991), ‚Black Mountain‘ (2000);
John Deal-Serie: ‚Done Deal‘ – ‚Fluchtpunkt Miami‘ (1993), ‚Raw Deal‘ (1994), ‚Deal to Die For‘ (1995), ‚Deal on Ice‘ (1997), ‚Presidential Deal‘ (1998), ‚Deal With the Dead‘ (2001), ‚Bone Key‘ (2002), ‚Book Deal‘ (2002), ‚Havana Run‘ (2003).

++ Erstellt: September 2010 ++
++ Update: November 2015 ++