(1929-2015)

Eric Wright wurde in South London als eines von zehn Kindern eines Fuhrmanns und einer Schneiderin geboren und wuchs in einfachsten Verhältnissen im Londoner Bezirk Lambeth auf. Mit 22 Jahren wanderte er nach Kanada aus. Nach seinem Studium an der University of Manitoba in Winnipeg und der University of Toronto, Master-Abschluss 1963, unterrichtete er bis 1989 Englisch an der Ryerson Polytechnic University in Toronto. Anfang der 80er-Jahren, mit bereits über fünfzig, begann er zu schreiben.

Aufgrund seiner realistischen und unaufgeregten Serie um Inspector Charlie Salter von der Metropolitan Toronto Police (im Original elf Bände, herausgekommen zwischen 1983 und 2002) gilt Eric Wright – zusammen mit Howard Engel – als Vater des kanadischen Kriminalromans. Zu seinen besten Werken zählt die vertrackte Erpressungsgeschichte ‚Tod im Land der Väter‘, in der Charlie Salter, eine überaus sympathische und zur Selbstironie fähige Figur aus Fleisch und Blut, während seiner gemeinsam mit Ehefrau Annie verbrachten, arg verregneten England-Ferien über einen Mordfall stolpert, der ihn bis nach Italien führt.

Wrights weitere Romanhelden sind Joe Barley, Collegelehrer für Englische Literatur und Gelegenheitsdetektiv in Toronto; Mel Pickett, ein Toronto-Cop im Ruhestand, der bereits im siebten Charlie Salter-Krimi ‚A Sensitive Case‘ einen kleineren Auftritt hatte; und Lucy Trimble Brenner, Buchhändlerin, auch sie aus Toronto, die in ihrem mittleren Alter eine Privatdetektei erbt und daraufhin den Beruf wechselt.

2002 veröffentlichte Wright zusammen mit seinem Landsmann Howard Engel den Krimi ‚My Brother’s Keeper‘, in dem Charlie Salter und Engels Serienheld Benny Cooperman gemeinsam ermitteln. Über seine Zeit als Kind einer armen englischen Arbeiterfamilie in der Wirtschaftsdepression schrieb Wright in den Memoiren ‚Always Give a Penny to a Blind Man‘ aus dem Jahr 1999. 2003 ist eine Sammlung von sechzehn Kurzgeschichten (eine davon mit Charlie Salter) unter dem Titel ‚Killing Climate‘ erschienen.

Eric Wright verbrachte den grössten Teil seines Lebens in Toronto, wo er 86-jährig starb. Er hinterliess seine Frau und seine beiden Töchter.

Bibliografie:

Inspector Charlie Salter-Serie: ‚The Night the Gods Smiled‘ – ‚Die Nacht, in der die Götter lächelten‘ (1983), ‚Smoke Detector‘ – ‚Asche zu Asche‘ (1984), ‚Death in the Old Country‘ – ‚Tod im Land der Väter‘ (1985), ‚A Single Death‘ – ‚Späterer Mord nicht ausgeschlossen‘ (1986), ‚A Body Surrounded by Water‘ (1987), ‚A Question of Murder‘ (1988), ‚A Sensitive Case‘ (1990), ‚Final Cut‘ (1991), ‚A Fine Italian Hand‘ (1992), ‚Death by Degrees‘ (1993), ‚The Last Hand‘ (2002);

Lucy Trimble Brenner-Romane: ‚Death of a Sunday Writer‘ (1996), ‚Death on the Rocks‘ (1999);

Mel Pickett-Romane: ‚Buried in Stone‘ (1996), ‚Death of a Hired Man‘ (2001);

Joe Barley-Romane: ‚The Kidnapping of Rosie Dawn‘ (2000), ‚The Hemingway Caper‘ (2003), ‚A Likely Story‘ (2010).

Gemeinsam mit Howard Engel: ‚My Brother’s Keeper‘ (2002).