(*1927)

Warren Adler wurde in Brooklyn, New York City, geboren, wo er auch aufwuchs und an der Brooklyn Technical High School und der New York University ein Literaturstudium absolvierte. Nach einem Creative-Writing-Studium an der New School arbeitete er als Journalist bei der Zeitung ‚New York Daily News‘, später war er Redakteur des Wochenblatts ‚Queens Post‘ heraus, für das er jeweils die Kolumne ‚Pepper on the Side‘ beisteuerte. Während des Koreakrieges schrieb er für den Pressedienst der Armee im Pentagon. Nach dem Krieg besass er eine Zeit lang vier Radiosender und eine Fernsehstation, ehe er sich in Washington, D.C., niederliess, um eine Werbeagentur zu gründen.

Als er es sich finanziell leisten konnte, machte Adler, der schon mit fünfzehn Autor werden wollte und mit sechzehn seinen ersten (unveröffentlicht gebliebenen) Roman verfasste, im Jahr 1974 das Schreiben zum Hauptberuf. Sein Werk besteht aus knapp vierzig Romanen (Krimis und Politromane, aber auch Familien-, Liebes- und Scheidungsdramen, darunter der Bestseller ‚Der Rosenkrieg‘), etlichen Kurzgeschichten und Drehbüchern. Darüber hinaus gab Adler Vorlesungen über Kreatives Schreiben und die Bedeutung des E-Books. Der Vater von drei erwachsenen Söhnen lebt mit seiner Frau Sonia, mit der er seit 1951 verheiratet ist, in New York City und Jackson Hole, Wyoming. Dort gründete er die Jackson Hole Writer’s Conference, eine Organisation, die junge Autoren auf vielfältige Weise unterstützt.

Drei von Adlers Krimis liegen in deutschen Übersetzungen vor: Das Einzelwerk ‚Die Macht im Nacken‘, in dem Tochter und Enkel des amerikanischen Mafiabosses Don Salvatore Padronelli von Terroristen nach Ägypten entführt werden, worauf dieser den US-Präsidenten und die First Lady als Geiseln nimmt, um seine heiss geliebten Nachkommen freizubekommen. Sowie die zwei ersten Bände der Reihe um Detective Sergeant Fiona FitzGerald von der Mordkommission des Metropolitan Washington Police Department, eine attraktive, toughe, allein lebende, sich durch einen ausprägten Gerechtigkeitssinn auszeichnende Frau Mitte dreissig, deren verstorbener Vater Senator in New York City war (in den beiden ersten Büchern gibt der Autor seltsamerweise einen New Yorker Cop als Vater an), und deren Fälle in der Regel die hohen Schichten der Hauptstadt betreffen.

Adlers Bücher sind bekannt für ihren dunklen Humor, ihre komplexen Charaktere und scharf geschliffenen Dialoge. In den letzten Jahren holte sich der Autor die Rechte von fast allen seinen Büchern zurück und brachte sie in digitale Form, um sie vor dem Vergessen zu bewahren; und bringt mit knapp neunzig auch heute noch Jahr für Jahr mindestens einen Krimi zu Papier.

Bibliografie:

Fiona FitzGerald-Serie: ‚American Quartet‘ – ‚Amerikanisches Quartett‘ (1981), ‚American Sextet‘ – ‚Amerikanisches Sextett‘ (1982), ‚Senator Love‘ (1991), ‚Immaculate Deception‘ (1991), ‚The Witch of Watergate‘ (1992), ‚The Ties That Bind‘ (1994), ‚Death of a Washington Madame‘ (2005), ‚Washington Masquerade‘ (2013), ‚Red Herring‘ (2016);

Einzelwerke: ‚Trans-Siberian Express‘ (1977), ‚The Casanova Embrace‘ (1978), ‚Blood Ties‘ (1979), ‚We Are Holding the President Hostage‘ – ‚Die Macht im Nacken‘ (1986), ‚Madeline’s Miracles‘ (1989), ‚Private Lies‘ (1991), ‚Cult‘ (2002), ‚Flanagan’s Dolls‘ (2010), ‚Residue‘ (2010), ‚The David Embrace‘ (2010), ‚Empty Treasures‘ (2010), ‚The Serpent’s Bite‘ (2012), ‚Target Churchill‘ (gemeinsam mit James C. Humes, 2013), ‚Treadmill‘ (2014), ‚Torture Man‘ (2015), ‚Mother Nile‘ (2016), ‚Heart of Gold‘ (2017), ‚Finding Grace‘ (2017), ‚High Noon in Hollywood‘ (2018), ‚The Norma Conquest‘ (2018), ‚Last Call‘ (2018).