Denise Danks, als Tochter einer griechischen Mutter und eines englischen RAF-Piloten in Singapore geboren, übersiedelte mit elf Jahren mit ihren Eltern nach Cornwall und schloss ihr Studium am St. Luke’s College in Exeter als Englisch- und Drama-Lehrerin ab.Danach begann sie eine journalistische Laufbahn. Sie schrieb für Radio, Fernsehen und verschiedene Zeitungen vorwiegend über Computer und die Computertechnologie, gründete und leitete in den 80er-Jahren eine Nachrichtenagentur für diesen Bereich und war eine Weile Geschäftsführerin des innovativen Fachverlags ‚Computerwire‘, bevor sie 1988 das Schreiben von Drehbüchern für Film und Fernsehen und von Kriminalromanen (Georgina Powers-Serie) zum Hauptberuf machte.

Georgina „George“ Powers, Danks‘ Protagonistin in sechs Romanen (Vorbild war offenbar das Mädchen George aus Enid Blytons berühmter Jugendkrimireihe ‚Famous Five‘), eine junge, geschiedene, allein stehende Londoner Computer-Journalistin mit einer Vorliebe für harte Drinks und unberechenbare Sexualpartner, ist, in den Worten ihrer Erfinderin, stur wie ein Maulesel, hart gesotten und verletzlich, intelligent und bescheuert – eine zerrissene Figur.

In Danks‘ drittem Roman, dem Cyber-Space-Thriller ‚Die Spiele des Computer-Killers‘, verirrt sich George Powers in der gefährlichen Welt der virtuellen Pornographie, in die nicht nur ihr derzeitiger Sexpartner – ein perverser Computerspezialist, den sie bei einem Interview kennen gelernt hat -, sondern auch ihr früherer Liebhaber und, wie sich bald zeigt, sogar ihr Ex-Mann verstrickt sind. Ein tödliches Spiel beginnt, und George weiss nicht, wem sie vertrauen kann.

Der Nachfolgeband ‚Sieh mich an, Al Sony‘ dreht sich um die Jagd nach Computerchips im Wert von 1 Million Dollar, die George Powers‘ alter Kumpel Charlie East beim Pokern in Las Vegas einem japanischen Gangster namens Al Sony abgenommen hat. Als neben der Yakuza auch noch kolumbianische Drogenkartelle und ein rabiater ungarischer Computerhändler aufkreuzen, geht es der mutigen Heldin nur noch ums nackte Überleben.

Denise Danks, deren drei letzten Krimis (zwei George Powers-Romane und das Einzelwerk ‚Torso‘) nicht auf Deutsch vorliegen, hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit ihrem Mann im Osten Londons.

Bibliografie:

Georgina Powers-Serie: ‚The Pizza House Crash‘ (auch unter dem Titel ‚User Deadly‘) – ‚Pizza House Crash‘ (1989), ‚Better Off Dead‘ – ‚Lieber tot als vergessen‘ (1991), ‚Frame Grabber‘ – ‚Die Spiele des Computer-Killers‘ (1992), ‚Wink a Hopeful Eye‘ – ‚Sieh mich an, Al Sony‘ (1993), ‚Phreak‘ (1998), ‚Baby Love‘ (2000);

Einzelwerk: ‚Torso‘ (1999).