(*1948)

John Barker, geboren in Nord-London, ausgebildet in Cambridge, hat ein bewegtes Leben hinter sich: 1971 wurde er als Mitglied der „Angry Brigade“, einer terroristischen Gruppierung, die spanische Polit-Häftlinge freibekommen wollte, mit ein paar Kilo Sprengstoff erwischt und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er sieben absitzen musste. Nach seiner Freilassung 1978 schlug er sich in London mit Gelegenheitsjobs durch. 1986 war er in Cannabisgeschäfte verwickelt, musste flüchten, wurde 1990 doch noch verhaftet und kam für zweieinhalb Jahre hinter Gitter. Heute lebt er als Importeur von Olivenöl sowie als zeit- und sozialkritischer Journalist und freier Schriftsteller im Norden Londons. Darüber hinaus arbeitet er hin hin und wieder mit der österreichischen Konzeptkünstlerin Ines Doujak zusammen.

2001 erschien Barkers erster Roman ‚Termingeschäfte‘, an dem der Autor bereits in den 70er-Jahren gearbeitet hatte, auf Deutsch und Französisch, im englischen Original (‚Futures‘) jedoch erst dreizehn Jahre später. Die anspruchsvolle, raffiniert gebaute Geschichte dreht sich um Phil und Jack, zwei alte Freunde mit Kokain-zerfressenen Nasen, die in dem von Drogen, Lügen und Betrug geprägten London der 80er-Jahre die Welt der Hochfinanz aufmischen.

2007 veröffentlichte Barker ‚Bending the Bars‘, eine stark autobiografisch gefärbte Sammlung von Stories, die er in den 70er-Jahren im Gefängnis verfasst hatte. Weitere Kurzgeschichten und zahlreiche Essays sind in verschiedenen Zeitschriften erschienen.

Bibliografie:

‚Futures‘ – ‚Termingeschäfte‘ (2001).